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Für eine 60-Liter-Tonne müssen Neurieder Bürger wie Gabi Schönwälder ab kommendem Jahr 12,55 Euro im Monat bezahlen, 16,9 Prozent mehr als bisher.

Abfallentsorgung ab 2018

Die Müllgebühren steigen

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Neurieds Bürger müssen sich ab kommendem Jahr auf höhere Müllgebühren einstellen. Die Kosten für Restmüll steigen je nach Tonnengröße um bis zu 16,9 Prozent.

Neuried– Der Neurieder Bauausschuss hat ohne große Diskussionen und einstimmig neue Gebühren für Restmüllgefäßeabgesegnet. „Es ergeben sich deutliche Erhöhungen“, konstatierte Kämmerer Max Heindl in der jüngsten Sitzung. Bei der Höhe der Kosten hat man sich an einem Gutachten des Kommunalen Prüfungsverbandes orientiert. Dieser hat für die Gemeinde die erwarteten Erlöse und Kosten sowie Leerungsvolumina für die Jahre 2018 bis 2021 berechnet. Für kommendes Jahr ist ein Gebührenbedarf in Höhe von rund 677 000 Euro veranschlagt, für den gesamten Kalkulationszeitraum von vier Jahren sind es insgesamt 2,77 Millionen Euro.

Für eine 60-Liter-Restmülltonne sind künftig monatlich 12,55 Euro zu entrichten, bis dato waren es 10,74 Euro. Noch nicht jeder Neurieder Haushalt verfügt über Müllbehälter in aktueller Normgröße. Neben 80- und 120-Liter-Tonnen sind auch weiterhin 90- und 110-Litertonnen in Gebrauch, da man die Bürger seinerzeit nicht zu einer sofortigen Neuanschaffung verpflichten wollte. Kostenmäßig werden 80- und 90-Liter-Tonnen weiterhin gleich behandelt, die neue Gebühr beläuft sich auf 15,92 Euro im Monat (bisher: 13,65 Euro); für 110- bzw. 120-Liter-Tonnen fallen ab 2018 im Monat 20,63 Euro an (bisher: 17,72 Euro). Für Großbehälter wurden folgende Beträge festgesetzt: 240-Liter-Gefäß 119,98 statt 105,74 Euro, 1100-Liter-Behälter 167,19 statt 146,54 Euro. Die Abfallsäcke werden nur um 30 Cent respektive 6,7 Prozent teurer und kosten in Zukunft 4,80 Euro.

Die Erhöhung resultiere vor allem aus den gestiegenen Kosten für die Müllabfuhr und die Entsorgung, erläuterte Heindl. Die Gemeinde könne diese nur teilweise beeinflussen, da manche Ausschreibungen und Verträge vom Landratsamt für den gesamten Landkreis München gemacht würden. Der Kämmerer wies auch darauf hin, dass die Neurieder schon einmal weit mehr für die Abfallbeseitigung hätten zahlen müssen. Die neuen Gebührensätze lägen noch immer um 13 bis 22 Prozent unter denen, die in den Jahren nach 1999 zu entrichten waren.

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