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Der Alte Trakt der Neurieder Grundschule soll abgerissen und durch einen Neubau er setzt werden.

Neubau der Neurieder Grundschule 

Suche nach Sparpotenzial

Der Sitzungssaal des Neurieder Rathauses war bis auf den letzten Platz gefüllt. Der Grund: Die Vorstellung der Pläne für den Bau des neuen Grundschultraktes durch das Büro G+O Architekten.

Neuried– Architekt Peter Oppenheimer präsentierte eine viergeschossige Konstruktion in Holzbauweise, die direkt an derselben Stelle des alten Schultraktes entstehen soll. Auf einer Gesamtnutzfläche von an die 2000 m2 sollen zum einen im Untergeschoss für die Ganztagesklassen ein Speisezimmer und Musikräume entstehen. Eine Etage höher im Erdgeschoss sowie im 1. Obergeschoss sieht der Plan Klassenzimmer, Freispiel- und Gruppenräume vor. „Das 2. Obergeschoss wäre dann angedacht für die Musikschule“, erläuterte Oppenheimer, „eine abgeschlossene Etage, getrennt von der Schule.“ Das zweite Untergeschoss bestünde lediglich aus einem Technikraum.

Zudem schlug der Planer eine zentrale Lüftungsanlage, die für eine temperierte, gefilterte Zuluft in den Klassenzimmern sorgen würde, und eine Fotovoltaikanlage vor. Zusammen mit der gesonderten Haustechnik sei das jedoch auch ein gewisser Kostenfaktor, so Oppenheimer. Denn würde der Entwurf so umgesetzt, käme die Gemeinde auf eine Gesamtsumme von 9,7 Millionen Euro. Ein Betrag, der bei Andreas Dorn (SPD-Fraktion) nicht auf Begeisterung stieß. „Das ist schlicht zu teuer“, so der Gemeinderat. Er hinterfragte die Notwendigkeit einer zentralen Lüftungsanlage sowie die des Technikraums im Keller. Die Grünen forderten deshalb eine abgespeckte Varian-te zu diesem Entwurf, sprich kostengünstiger.

Die wirklich große Frage bei diesem Projekt bleibt die Zukunft der Musikschule. Die ist momentan im alten Schultrakt untergebracht. Dass sie nach dessen Abriss im kommenden Juni neue Räumlichkeiten braucht, ist unstrittig. Doch zu welchem Preis? Der Aufbau des zweiten Obergeschosses würde die Gemeinde knapp 1,6 Millionen Euro mehr kosten. Eine Entscheidung muss der Gemeinderat relativ zügig nun treffen. Denn laut Oppenheimer müssen bis spätestens Ende April Termine, Kosten und Raumplanung fest fixiert sein, um die derzeit anvisierte Nutzungsaufnahme des Schultraktes im Frühjahr 2021 gewährleisten zu können. Er signalisierte jedoch, dass es natürlich Gestaltungsspielräume baulicher und finanzieller Art gebe. So könne man mit dem Weglassen einer zentralen Lüftungsanlage, der Fotovoltaik oder des Musikschul-Geschosses deutliche Einsparungen schaffen. Ebenso würde ein Stahlbeton- statt Holzbaus das Projekt bereits um eine halbe Million günstiger machen. Diese Alternativen sollen jetzt vom Planer ausgearbeitet und dem Gemeinderat in den nächsten drei bis vier Wochen zur erneuten Beratung vorgelegt werden.

Carolin Högel

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