Rote Module Kindergarten von außen
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Ein Teil der Module vom „Zauberwald“ werden wiederverwendet. Trotzdem sind die Kita-Baukosten hoch.

Gemeinderäte von hohen Kosten trotz Einsatz älterer Module überrascht

Neue Kita für 4 Millionen Euro

Die neue Kindertagesstätte „Südlich Maxhofweg“ in Neuried soll 4 Millionen Euro kosten. Einen entsprechenden Entwurfsplan samt Kosten stellte das Architekturbüro Söldner und Stender dem Bauausschuss am Dienstagabend vor. Dieser genehmigte, trotz Bedenken ob der hohen Summe, den Plan und beauftragte die Verwaltung, den Bauantrag beim Landratsamt München einzureichen.

Neuried - Die fünfgruppige Kinderbetreuungsstätte entsteht im Rahmen des neu ausgewiesenen Baugebiets „südlich Maxhofweg“ auf einer Fläche von über 3000 Quadratmetern. Dabei soll das eingeschossige Gebäude mit Flachdach komplett in Modulbauweise errichtet werden. Der südliche Teil, angrenzend an den Neurieder Skaterpark, wird völlig neu gebaut, so die Planer. Hier sollen zwei Kindergartengruppen einziehen.

Ist dieser erste Bauabschnitt fertig, kann es allerdings kurzfristig etwas kuschelig werden, da alle Kinder aus der temporären Kinderkrippe Zauberwald in der Zugspitzstraße hier erst einmal Unterschlupf finden müssen, bevor sie ihre eigenen drei neuen Krippengruppen beziehen. Denn zuvor müssen in einem zweiten Bauabschnitt die Bestandsmodule der Zauberwald-Krippe aus der Zugspitzstraße abgebaut, umgesetzt und im nördlichen Teil der neuen Tagesstätte angedockt werden. Zwölf der ursprünglich sechzehn Module des Provisoriums Zauberwald finden so in der Planung Verwendung.

Eine Tatsache, die die Gemeinderäte eigentlich an eine günstigere Bauweise denken ließ. Dass das Projekt von den Architekten auf 4 Millionen geschätzt wird, stieß deshalb so manch einem im Gremium auf. So rechnete Gemeinderat Andreas Dorn vor, dass dann das Provisorium Zauberwald mit damals 1,5 Millionen Euro Kosten und der jetzige Neubau zusammen ein Volumen in Höhe von wohl letztlich 6 Millionen umfasse. Und Marianne Hellhuber (CSU) fragte: „Was haben wir dann durch die Wiedernutzung gewonnen?“

Ein Spareffekt könnte schon drin sein, versuchte Architekt Dirk Stender zu beruhigen. Dieser sei jedoch vor einer Ausschreibung nicht kalkulierbar. „Eine Modulbauweise ist auch an sich nicht billiger, nur die Baustellenzeit einfach kürzer“, so Stender. Außerdem müsse man bedenken, dass die Bestandsmodule ein neues Dach, eine umlaufende Frostschürze sowie einen gedämmten Boden bekämen. Carolin Högel

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