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Die Verkleidung löst sich: Hausmeister Manfred Mihm zeigt den verbreiterten Spalt an einer Tür der Neurieder Mehrzweckhalle.

Sperrung aus Sicherheitsgründen

Neue Probleme mit Mehrzweckhalle Neuried

Die Pechsträhne der Gemeinde Neuried mit ihrer Mehrzweckhalle reißt nicht ab. Aus Sicherheitsgründen wurde sie jetzt zwei Tage lang gesperrt.

Neuried– Der Kabarettist Gerhard Polt kommt nicht einfach so nach Neuried. Er kommt, aber „da arbeitet man Jahre dafür“, erklärt Jan Jungowski, Vorstandsmitglied des Vereins „Kunst & Kultur“ (K&K). Um so dramatischer, wenn der Auftritt dann kurz vorher abgesagt werden müsste, weil der Veranstaltungsort nicht zur Verfügung steht. Und genau das stand jetzt zwei Tage lang für den Gastgeber „K&K“ auf dem Spiel. Der Grund: Die neue Neurieder Mehrzweckhalle hält nicht, was sie verspricht. „Wir haben festgestellt, dass sich die Verkleidung an einigen Stellen von den Türen löst und haben Bedenken, dass an der Decke das selbe Phänomen auftritt“, erklärt die Bauamtsleiterin der Gemeinde Neuried, Dagmar Hasler. Also sperrte die Gemeinde die Halle jetzt zwei Tage lang. Donnerstagabend gab ein Gutachter dann Entwarnung.

Als am Freitag die Nachricht rausging, dass die Halle wieder freigegeben ist, fiel Jungowski ein Stein vom Herzen. „Wir haben uns Sorgen gemacht.“ Für kommenden Samstag, 11. Februar, sei die Veranstaltung mit René Sydow geplant – auch wenn Jungowski die zur Not in die Pausenhalle der Grundschule hätte verlegen können. Polt kommt erst am 10. März. Aber den hätte der Verein gewiss nicht verlegen können. „Das wäre eine Katastrophe.“ Die Pausenhalle sei für 250 Personen freigegeben, die Mehrzweckhalle für 500 und ebenso viele wollen Polt sehen. „Die Karten sind schon weg, da gibt es keine einzige mehr.“ Zur Mehrzweckhalle meint Jungowski: „Hoffentlich reißt die Pechsträhne irgendwann ab.“ Erst sei die Halle später fertig geworden als geplant, nach der Einweihung im Juli sei dann im Oktober der Boden kaputt gegangen und jetzt die Türen.

Hasler meint, der aktuelle Schaden werde von der zuständigen Firma schnell behoben. „Wahrscheinlich war das Holz noch nicht richtig durchgetrocknet.“ Es habe sich jedenfalls gebogen und sei damit punktuell nicht mehr richtig an den Türen befestigt. Der Schaden sei nicht dramatisch, was die Sicherheit der Nutzer betrifft. Deswegen habe man die Halle nicht sperren müssen. Aber weil nicht klar gewesen sei, ob auch die Deckenkonstruktion betroffen sei, habe die Gemeinde die Halle lieber zugesperrt. „Es war eine reine Vorsichtsmaßnahme.“ Die Grundschüler mussten damit zwei Tage lang auf ihre Turnhalle verzichten.

Die Sache ist aber noch nicht ganz ausgestanden. Die Gemeinde hat einen weiteren Gutachter beauftragt, die Decke zu untersuchen. „Wir wollen auf Nummer sicher gehen“, sagt Dagmar Hasler. „Da sind wir lieber übervorsichtig.“

Victoria Strachwitz

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