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Die S-Bahnhöfe sind ein zentrales Thema des Regionalmanagements. Um sie herum soll Wohnraum entstehen. 

Mehr Öffentlichkeitsarbeit

Neues vom Regionalmanagement

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Die Kommunen wollen künftig intensiver über raumordnerische Projekte informieren.

Würmtal – Vor fünfeinhalb Jahren beschlossen die Würmtal-Gemeinden, intensiver über Planungsfragen zu reden. Auch mit München, Starnberg und Germering wollten sich Bürgermeister und Gemeinderäte aus Gräfelfing, Krailling, Gauting, Planegg, und Neuried austauschen. So beschlossen die fünf Gemeinden und die drei Städte die Erstellung eines raumordnerischen Entwicklungskonzeptes für den Münchner Südwesten (ROEK). Daraus ging 2015 das Regionalmanagement München Südwest hervor. Viel zu hören war seitdem nicht mehr. Das soll sich bald ändern, sagte Regionalmanagerin Katharina Reichel jetzt im Rahmen eines Sachstandsberichts im Neurieder Gemeinderat.

Im ROEK hatte man mehrere Handlungsfelder definiert: Grünzugvernetzung, Wohnraumschaffung durch Innenentwicklung und Verdichtung der Bahnhofsumfelder, Stärkung des ÖPNV und des Radverkehrs sowie eine engere Abstimmung in Verkehrsfragen. Seit Reichel Anfang 2016 ihre Arbeit aufnahm, wurde daran überwiegend im Stillen weitergearbeitet. Das sogenannte „Themennetzwerk Mobilität“, eine regelmäßige Zusammenkunft, bei der Vertreter der Kommunen Projekte aus ihrem Zuständigkeitsbereich vorstellen, tagte mehrmals. Dabei wurde unter anderem die Neukonzeption des ÖPNV im Landkreis Starnberg thematisiert. Im Rahmen der Projektgruppe „S- und Regionalbahnhöfe und Umfelder“ wurden 13 Haltepunkte von S 6 und S 8 auf Attraktivität und Funktionalität hin untersucht. An einer Radverkehrskarte für den Münchner Südwesten und einer Integration in den MVV-Radroutenplaner arbeite man derzeit, berichtete Reichel im Neurieder Gemeinderat.

Nun müsse man intensiv Öffentlichkeitsarbeit leisten. „Ich kriege viele Anrufe von Bürgern, die das Wort Innenentwicklung hören und fürchten: ,Oh Gott, die wollen Hochhäuser in unsere Gartenstadt bauen’“, sagte Reichel. Ab Oktober wolle man mit einer Wanderausstellung in den Kommunen über Ziele und Maßnahmen aufklären.

Bis das Regionalmanagement aber möglicherweise zu einer Planungskultur führt, die Belange von Nachbarkommunen wirklich berücksichtigt, ist es aber noch ein weiter Weg. Jüngstes Beispiel sind die Pläne der Landeshauptstadt in Fürstenried-West. Neuried, an dessen Ortsgrenze hunderte neue Wohnungen entstehen sollen, fühlt sich überrumpelt und übergangen. Und über konfliktbeladene Verkehrsthemen des Würmtals wie etwa weitere Ortsumgehungen wurde bislang offenbar kaum gesprochen.

Eine finanzielle Förderung des Regionalmanagements durch den Freistaat sei auch über 2018 hinaus möglich, sagte Reichel. Zeit, zueinander zu finden, bleibt also noch. 

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