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Das Schild für die Vermietung steht schon, beschlossen ist aber noch nichts. 

Dabatte im Bauausschuss

E-Autos in der Tiefgarage laden

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Die Stellungnahmen von Bürgern und Behörden zum ehemaligen Hettlage-Areal waren erneut Thema im Neurieder Bauausschuss. Verändern wird sich die Planung insgesamt kaum, dafür aber in einem entscheidenden Punkt.

Neuried – Wenn selbst die Fachstelle für Grünordnung im Landratsamt die Befürchtung äußert, dass die angedachte Anzahl der zu pflanzenden Bäume auf dem ehemaligen Hettlage-Gelände unmöglich unterzubringen sei, bedarf dieser Punkt nur kurzer Diskussion. Weit ausführlicher befasste sich der Bau- und Umweltausschuss in seiner Sitzung am Dienstag jedoch mit zwei Anregungen, die aus der Öffentlichkeitsbeteiligung eingegangen waren.

Zum einen versuchte Investor Andreas Lesser die von der Gemeinde festgelegte Gebäudehöhe durch Aufbauten für die Lüftungsanlage doch noch zu seinen Gunsten nach oben zu verändern. Dem erteile das Gremium jedoch eine Absage. Andreas Dorn (SPD) verwies darauf, dass die Ausschussmitglieder sich bereits in den vergangenen zwei Jahren ausführlich Gedanken zu diesem Knackpunkt der Planung gemacht hätten, „bevor wir gesagt haben: ,Bei 20 Metern ist Schluss‘“. Aufbauten für die Lüftungsanlage dürfen diese Höhe maximal um 0,5 Meter überschreiten. Einzige Ausnahme: der Schornstein für das geplante Blockheizkraftwerk.

Für die Zukunft vorbauen

Des Weiteren diskutierte das Gremium einen Vorschlag, den Gemeinderat und Ausschussmitglied Siegfried Schopf (BZN) eingereicht hatte. Und der hatte es in sich. Denn der Anwalt mit Schwerpunkt im Bau- und Architektenrecht regte an, dass 25 Prozent der Stellplätze in der Tiefgarage mit E-Auto-Ladestationen ausgestattet werden sollen. Zunächst sah es so aus, als würde der Vorschlag abgeschmettert werden. Als Schopf jedoch erklärte, dass die Bayerische Bauordnung seit Kurzem vorsieht, dass Gemeinden örtliche Bauvorschriften zur Beschaffenheit der Autostellplätze erlassen dürfen und eine nachträgliche Nachrüstung der Garage fast unmöglich sei, wendete sich das Blatt. Andreas Giese (CSU) störte sich zwar daran, dass die Stellplätze bereits mit Ladestationen ausgestattet sein müssten und regte an, dass nur entsprechende Vorrichtungen vorhanden sein sollten – schließlich wisse man nicht, in welche Richtung sich die E-Mobilität entwickele. Das tangierte auch die vorgeschlagene Anzahl der Stellplätze. Bei einer konkreten Prozentzahl sei der Konflikt um die Plätze fast vorprogrammiert, so die einhellige Meinung. Daher sind nun nur die entsprechenden Aussparungen (Leerrohre) für Starkstromleitungen vorzusehen.

Nächste Auslegung erst im April

Die erneute und verkürzte Auslegung des auf die Änderungen beschränkten Bebauungsplanentwurfs konnte das Gremium jedoch noch nicht beschließen. Drei Stellungnahmen, die zwar fristgerecht eingegangen waren, vom Bauamt jedoch noch nicht abgewägt werden konnten, müssen dazu noch behandelt werden.

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