250 Einsatzkräfte, Sirenen, Blaulicht, Absperrungen: Gestern gegen 18 Uhr wurde eine Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg in Neuried entschärft.
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Eine Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg wurde am Donnerstagnachmittag auf dem ehemaligen Hettlage-Areal entdeckt. Der Kampfmittelräumdienst rückte umgehend an.
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Die Forstenrieder Straße war aufgrund der Entschärfung für längere Zeit gesperrt.
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Akutbetreuungsstelle: Die Schnelleinsatzgruppe des Roten Kreuzes kümmerte sich um die Bürger, die die Akutbetreuungsstelle aufsuchten.

Bei Bauarbeiten in Neuried entdeckt

Alarm in Neuried: Schwierige Aufgabe für Sprengmeister - Fliegerbombe entschärft

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250 Einsatzkräfte, Sirenen, Blaulicht, Absperrungen: Gestern gegen 18 Uhr wurde eine Fliegerbombe aus dem 2. Weltkrieg in Neuried entschärft.

Neuried – Der 500 Kilogramm schwere Blindgänger war am frühen Nachmittag während Bauarbeiten auf dem ehemaligen Hettlage-Gelände entdeckt worden. Experten des Kampfmittelräumdienstes rückten sofort an. Die Forstenrieder Straße wurde gesperrt, was im Feierabendverkehr zu Staus führte. In einem Radius von 400 Metern um die Fundstelle wurden die Anwohner von der Polizei und Feuerwehr aufgefordert, ihre Wohnungen nicht zu verlassen und sich von Fenstern und Balkonen fernzuhalten. Alternativ wurde vom Deutschen Roten Kreuz eine Akutbetreuungsstelle in der Aula der Grundschule eingerichtet. Im Laufe der Stunden fanden sich dort laut Angaben aus dem Landratsamt rund 40 Personen ein, darunter auch Kinder. 

Fliegerbombe in Neuried: Schwere Arbeit für Sprengmeister - Lauter Knall in der Umgebung zu hören

Wegen der Beschaffenheit der Bombe – der Zünder reagiert unter Luftzufuhr und erschwerte somit die Arbeit der Sprengmeister – musste die Entschärfung entgegen der üblichen Vorgehensweise auf 17 Uhr festgesetzt werden. Tatsächlich begann die Entschärfung um 17.28 Uhr, eingeleitet durch die Feuerwehrsirene. Das Ganze dauerte knapp 30 Minuten. Um 17.54 Uhr konnte Entwarnung gegeben werden. Die Sprengung des Zünders war mit einem lauten Knall in der Umgebung zu hören gewesen. Laut Landratsamt kamen keine Personen zu Schaden, auch Sachschäden wurden nicht vermeldet. Die Straßensperrungen konnten kurze Zeit später wieder aufgehoben werden.

Insgesamt waren 250 Einsatzkräfte von Feuerwehren, Polizei, Rettungsdiensten, Führungsgruppe Katastrophenschutz und die Kreisbrandinspektion im Einsatz. Die Gesamteinsatzleitung lag bei Kreisbrandinspektor Walter Probst.

Die Warn-Apps KATWARN und NINA waren großräumig für das betroffene Gebiet ausgelöst worden, auch die Autobahn A95 war im Warnradius. Die Anwohner wurden außerdem über Radio, Warndurchsagen und die sozialen Medien gewarnt. Bald nach der Entschärfung wurden die Vorsichtsmaßnahmen aufgehoben.

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