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2019 soll die Hundesteuer in Neuried steigen.

Gemeinderat entscheidet am Dienstag

Hundesteuer soll um bis zu 29 Prozent steigen

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Die Gemeinde Neuried will die Hundesteuer erhöhen. Dazu muss die Satzung über die Erhebung der Hundesteuer zum 1. Januar neu erlassen werden.

Neuried – Bisher sind jährlich 31 Euro für den ersten Hund fällig, 51 Euro für den zweiten und 72 Euro für den dritten sowie jeden weiteren Hund. Künftig sollen es jeweils neun beziehungsweise acht Euro mehr sein. Die Entscheidung fällt am Dienstag, 18. Dezember, in der Sitzung des Gemeinderates.

Der Rechnungsprüfungsausschusses hatte angeregt, die Beträge nach oben zu schrauben: auf 40 Euro für den ersten, was eine Steigerung um knapp 30 Prozent ausmacht, 60 Euro für den zweiten und 80 Euro für den dritten und jeden weiteren Hund. Die aktuelle Satzung besteht bereits seit Januar 1999. Sie wurde lediglich zum 1. Januar 2002 an die Euro-Beträge angepasst.

„Wir haben in den letzten Jahren viel Gutes für die Hundehalter getan“, sagt Kämmerer Max Heindl. Die Gemeinde habe zum Beispiel Kottütenspender aufgestellt. Für die moderate Erhöhung um neun Euro pro Hund jährlich „kann uns keiner böse sein“, findet er.

Die neue Satzung enthält zudem eine Regelung für Kampfhunde. Hier möchte die Gemeinde künftig zulangen: Die jährliche Steuer für diese Hunde soll dann das 15-fache der vorgenannten Beträge betragen. Zu diesem Thema musste sich das Gremium kurz beraten. Zu klären war die Frage, wie man sicherstellen kann, dass klar definiert ist, welche Hunderassen und Kreuzungen als Kampfhunde einzuordnen sind und welche nicht. Man wolle schließlich „etwas schaffen, das langfristig Bestand hat“, sagte Bürgermeister Harald Zipfel. Denn welche Hunde als Kampfhunde gelten, ändert sich regelmäßig. Grundlage hierfür ist die Beißstatistik, die die Gemeinde erhebt und alle drei Monate an das Landratsamt weiterleitet. Der Ausschuss einigte sich darauf, dass der Paragraf 37 des Landesstraf- und Verordnungsgesetz (LStVG) zugrunde liegende aktuelle Katalog Basis für die Einordnung als Kampfhund ist. Die Beschlussvorlage wurde entsprechend ergänzt.

Besonders profitieren wird die Gemeinde von der veränderten Besteuerung der Zamperl wohl nicht. Knapp 400 Hunde leben derzeit in Neuried. Von ihnen ist kein einziger als Kampfhund klassifiziert. Und die Hundesteuer spülte in den vergangenen Jahren laut Kämmerer Heindl in Schnitt 12 000 Euro in den Gemeindesäckel. Durch die Erhöhung könnten es nun etwa 1000 Euro mehr werden. Hierdurch sollen Kosten gedeckt werden, die sich in den vergangenen Jahren ergeben haben. So schlagen beispielsweise die Kotbeutel jährlich mit rund 2000 Euro zu Buche. Die Investitionskosten für Installation und Befüllung der Spender sind darin noch nicht enthalten.

Beschlossen ist der Neuerlass noch nicht. Hierzu muss er erst noch den Gemeinderat passieren. Der Haupt-, Finanz- und Personalausschuss hat dem Gremium jedoch empfohlen, die Satzung über die Erhebung der Hundesteuer mit den entsprechenden Änderungen zu beschließen.

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