Mehrzweckhalle

Neuried in der Warteschleife

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Die Mängel an Neurieds Mehrzweckhalle sind so gravierend, dass es jetzt zwei Gerichtsverfahren gibt. Diese gehen nur schleppend voran. Wann die Halle wieder nutzbar ist, bleibt ungewiss.

Neuried – Neuried beschäftigt die Gerichte – und das länger als erhofft. Deckenverkleidung und Fassade der neu errichteten Mehrzweckhalle sind inzwischen Inhalt zweier Rechtsstreitigkeiten. Und die dauern. Für die Fassade gebe es noch keinen Gerichtstermin, erklärt Bauamtsleiterin Dagmar Hasler. Und der Termin zur Klärung der Deckenproblematik sei bereits vier Mal verschoben worden.

Hasler liegt viel daran, die Halle wieder nutzbar zu machen. Dazu müsse schnellstmöglich über die Mängel an der Decke befunden werden: „Wir wollen wissen, a) gibt es die Mängel, b) sind sie zu beheben oder c) nicht zu beheben. Dann muss die ganze Decke runter.“ Dann könne die Gemeinde handeln. Über Kosten und Schuldfrage könne man sich später noch jahrelang streiten. Bereits im Januar habe ein Gutachter des Gerichts befunden, dass die Deckenverkleidung in der Halle unsachgemäß angebracht wurde. Die Parteien seien um Stellungnahme gebeten worden. „Wir haben uns an die Frist gehalten, wir wollen das ja vorantreiben“, sagt Hasler. Aber: „Verschiedene Beteiligte hatten um Fristverlängerung gebeten.“ Und die sei gerade erst abgelaufen. „Die Stellungnahmen müssen jetzt vom Gericht ausgewertet werden.“ Die Beklagten wollten zudem andere am Bau beteiligte Firmen hinzuziehen. „Das muss das Gericht jetzt entscheiden.“ Für Juni hat die Gemeinde wieder einen Gerichtstermin genannt bekommen. „Wir hoffen, dass wir da eine Aussage bekommen.“

Was die Fassade betrifft, liegt dem Gericht ebenfalls ein Gutachten vor. Dieses besage, der Putz müsse runter. Die Gegenseite aber sei anderer Meinung. Dazu müsse der Gutachter wieder Stellung nehmen. „Das ist das gleiche Verfahren, bloß ist es nicht ganz so dringend“, sagt Hasler. Die Mängel an der Fassade verhinderten nicht die Nutzung der Halle.

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