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Für Andreas Ortlieb sind es die ersten Wochen am neuen Arbeitsplatz, für Sarah Hys geht die Zeit im Neurieder Juha im April zu Ende. 

Neuer Leiter im Neurieder Juha

Netzwerken um der Jugend willen

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Mit Andreas Ortlieb hat das Jugendzentrum Juha in Neuried einen neuen Leiter. Der 46-Jährige verantwortet jetzt außerdem die Jugendsozialarbeit an der örtlichen Grundschule und bringt neuen Schwung nach Neuried.

Neuried – Mit Andreas Ortlieb hat das Jugendzentrum Juha in Neuried einen neuen Leiter. Der 46-Jährige verantwortet jetzt außerdem die Jugendsozialarbeit an der örtlichen Grundschule und bringt neuen Schwung nach Neuried. Der Vater zweier 15-jähriger Töchter ist seit 20 Jahren Mitarbeiter des Kreisjugendrings München-Land. Gemeinsam mit seinem Team will er eine Vision dafür entwickeln, was bedarfsgerechte Offene Kinder- und Jugendarbeit in Neuried bedeuten kann. „Wir haben große Lust, die Zusammenarbeit mit anderen zu intensivieren“, sagt er.

Damit es nicht bei einer Vision bleibt, verbrachte er, seit er sein Amt im Januar antrat, bereits viel Zeit mit Netzwerken. Er stehe im Austausch mit dem Pfadfinderstamm Bären Neuried, die aktuell im Juha Unterschlupf gefunden haben, mit der benachbarten Nachbarschaftshilfe, mit der Bücherei und mit der Musikschule. Auch den nahe gelegenen TSV möchte er kontaktieren. Denn bislang stellt er fest: „Es ist wirklich nett. In Neuried gibt es eine große Offenheit, zusammenzuarbeiten.“ Er kann sich vorstellen, dass Konzerte der Musikschule künftig auch mal im Juha stattfinden, oder dass die Pfadfinder das Ferienprogramm mit gestalten. „Das Haus ist schön und großzügig. Theoretisch kann man das sieben Tage die Woche rund um die Uhr bespielen.“ Also überlege das Team, was man mit dem Haus noch alles anfangen könne.

Über Gemeindegrenzen hinaus denken

Ortlieb denkt über die Grenzen der Gemeinde hinaus. Gemeinsam mit Perspektive-3, einer Einrichtung des Erzbischöflichen Jugendamtes, organisiere das Juha für Ende April eine Veranstaltung, bei der die Jugend gemeinsam mit einem bekannten Graffitikünstler einen Bus von Perspektive-3 innen und außen verzieren dürfe. In den Faschingsferien sei er bei einem Fachkräfteaustausch in Israel gewesen und plane nun Begegnungen von Jugendlichen aus dem Würmtal, mit gleichaltrigen aus Polen und aus Israel.

Um das Angebot in Neuried auszubauen, braucht Ortlieb Personal. Ab September soll die Jugendsozialarbeit um eine Kraft mit einer Dreiviertelstelle verstärkt werden. Bislang gebe es in diesem Bereich nur eine Stelle. Dazu verlässt Sarah Hys Ende April das Juha, weil sie umziehe. Diese Position soll ab 1. Mai neu besetzt werden. Die Ausschreibung läuft. Ortlieb erwartet hier mehr Schwierigkeiten als beim Netzwerken in Neuried: „Der Markt ist relativ leer gefegt.“ 

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