Ostbahnhof für alle S-Bahnen gesperrt: Das müssen Sie jetzt wissen

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Standhafte Wahlwerbung vor dem Neurieder Rathaus: Ihre zehn neuen Plakatwände lässt die Gemeinde zunächst bestehen – mit Blick auf mögliche Neuwahlen.

Plakatständer im Ortsbild

Neuried rechnet mit Neuwahlen

Die Wahlplakate zur Bundestagswahl sind größtenteils aus dem Würmtal verschwunden. Doch in Neuried bleiben sie erstmal stehen: Dort hält man Neuwahlen für wahrscheinlich.

Würmtal – Die Ständer für die Wahlplakate in Neuried sind neu. Sie gehören allesamt der Gemeinde. Für die aktuelle Bundestagswahl wurden sie erstmals aufgestellt. Nun geht es für sie gleich bei ihrer ersten Wahl in die Verlängerung. „Wir lassen sie jetzt Mal bis Anfang November stehen und schauen, was dann passiert“, erklärt der Geschäftsleiter der Gemeindeverwaltung Neuried Alois Sailer.

Mit dieser Maßnahme soll nicht etwa die Wetterfestigkeit der Ständer getestet werden, die bei ihren Vorgängern, laut Sailer, mangelhaft war. Es geht vielmehr darum, den Aufwand für die Mitarbeiter des kommunalen Bauhofs möglichst gering zu halten. Im Rathaus habe man die Wahrscheinlichkeit von Neuwahlen für den Bundestag erörtert und sei zu dem Schluss gekommen, dass diese durchaus möglich seien. Sailer ist bewusst: „Die Regierungsbildung kann noch dauern.“ Aber man wolle die zehn Wahlplakatständer nicht voreilig abbauen. „Diese Ständer muss man komplett auseinanderbauen. Das ist sehr aufwändig“, erklärt er. Die Schrauben seien zudem empfindlich. Da wolle man den Mitarbeitern des Bauhofs einen weiteren Auf- und Abbau in naher Zukunft lieber sparen. Hinzu komme, dass die Personaldecke des Bauhofs derzeit krankheits- und urlaubsbedingt dünn sei.

Üblicherweise, so Alois Sailer, würden Wahlplakatständer in Neuried innerhalb von einer Woche nach der Wahl entfernt. So in etwa ist es auch im übrigen Würmtal. Und während in Neuried noch über mögliche Neuwahlen spekuliert und diskutiert wurde, konnten andere Gemeinden ihre Aufräumarbeiten bereits als erledigt betrachten. In Gauting waren die Mitarbeiter des gemeindlichen Bauhofes längst damit beschäftigt, die Plakatständer abzubauen.

In Krailling müssen grundsätzlich alle Plakate bis drei Tage nach der Wahl beseitigt worden sein. Mit einer Einschränkung, wie Geschäftsleiter Franz Wolfrum erklärt: „Dies gilt nur für die, die auf öffentlichem Grund stehen.“ Was auf privatem Grund stehe, dürfe stehen bleiben. Bis auf eine Partei hätten alle die Ständer der Gemeinde genutzt. Entsprechend seien deren Plakate alle auf einen Rutsch weg gewesen.

In Planegg dürfen Plakate sechs Wochen vor und zwei Wochen nach der Wahl stehen bleiben. „Einige sind schon weg“, erklärt der Leiter des Planegger Ordnungsamtes, Martin Götz. „Und wir bauen unsere großen Ständer ab, sobald der Betriebshof Zeit hat“, erklärt er.

Auch in Gräfelfing war der Bauhof bereits fleißig. „Unsere Wahlplakatständer sind alle abgebaut“, sagte Ordnungsamtsleiterin Petra Hierl-Schmitz am Freitagvormittag. Doch von einer Ausnahme wusste sie zu berichten. Am Gräfelfinger S-Bahnhof stehe noch ein Plakatständer; an den seien derzeit Fahrräder gekettet. Da warte man noch mit dem Abbau. Neuwahlen in naher Zukunft hält derzeit einzig Neuried für wahrscheinlich.

Victoria Strachwitz

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