Gegner müssen weiter bangen

Thema Kiesabbau erneut vertagt

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Es geht um viel Geld, um das Wohl von Senioren und um die Natur. Das sind drei Themen, für die der geplante Kiesabbau im Neurieder Forst Kasten steht. Und es sind drei Themen, die sich wunderbar für den Wahlkampf eignen. Im März steht die nächste Kommunalwahl an. Das erklärt vielleicht, warum es so lange dauert, bis feststeht, was in Forst Kasten passieren wird.

Neuried – Die Stadt München verwaltet die Eigentümerin des fraglichen Waldes, die Heiliggeistspital-Stiftung, und hatte sich bereits für den Kiesabbau und damit das Geld und die Senioren entschieden. Dann kam Protest, das Vorhaben wurde infrage gestellt, und jetzt tun sich Münchens Stadträte schwer, eine Entscheidung in der Angelegenheit zu treffen.

Zuletzt hatten die Grünen im Stadtrat um eine Vertagung der Diskussion gebeten. Bei der Sitzung des Münchner Sozialausschusses am Donnerstag stellte jetzt die CSU mit Erfolg den Antrag, die Entscheidung ein weiteres Mal zu verschieben. „Die CSU will, dass das Thema in der Vollversammlung behandelt wird“, erklärt der Sprecher des Sozialreferats Frank Boos. Am Mittwoch, 18. Dezember, sollen nun nicht mehr nur die Mitglieder des Sozialausschusses, sondern der gesamte Stadtrat und Oberbürgermeister Dieter Reiter über die Zukunft des Kiesabbaus in Forst Kasten befinden.

CSU sieht internen Abstimmungsbedarf

Möglichst viele Leute an der Entscheidung zu beteiligen, war jedoch nicht die Motivation der CSU-Fraktion für ihren Antrag. Es ging ihr vielmehr darum, noch mehr Zeit zu gewinnen. „Es gibt in der CSU intern noch Abstimmungsbedarf“, erklärt Markus Mochti, der Sprecher der CSU-Fraktion im Stadtrat. Durch die Verschiebung gewinne die CSU noch zwei Fraktionssitzungen, in denen sie sich eine Meinung bilden könne.

Das Bangen der Gegner des Kiesabbaus im Neurieder Forst Kasten geht damit erneut in die Verlängerung. Aufgegeben haben sie noch nicht. Für vergangenen Montag hatten sie eine Mahnwache an der Sendlinger Straße in München organisiert. „Wir müssen unsere Wälder jetzt wertschätzen und schützen. Wenn man bedenkt, dass Gauting demnächst 30 Hektar für ein Industriegebiet roden möchte, dann bekommen diese ganzen Vorhaben eine andere Dimension, und vom Würmtaler Wald ist bald nichts mehr übrig“, erklärt Malwina Andrassy von der Bürgerinitiative Wald Neuried erhalten.

Das Gräfelfinger Unternehmen Glück möchte sich auf Forst Kasten als Abbaugebiet konzentrieren.

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