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Auf dem Grundstück am Neurieder Maxhofweg wird vorerst keine Asylunterkunft entstehen.

Maxhofweg

Planungsstopp für Neurieder Asylstandort

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Neuried - Auf dem Gemeindegrundstück am Neurieder Maxhofweg wird voraussichtlich keine Unterkunft für Asylbewerber entstehen. „Das Projekt fällt unter den verhängten Planungsstopp“, bestätigte eine Sprecherin des Landratsamtes München.

Neuried bleibt im Landkreis weiter Schlusslicht bei der Asylbewerberunterbringung. Das würde sich mit einer Unterkunft am Maxhofweg ändern. Doch die Regierung von Oberbayern hatte aufgrund zuletzt rückläufiger Ankunftszahlen eine Überprüfung aller Unterbringungsvorhaben angeordnet, für die noch keine vertraglichen Verpflichtungen bestehen.

Das Landratsamt München ließ bisher Fertighäuser von einem privaten Investor errichten und mietete sie dann an. Damit sich das Konzept für den Investor rechnen konnte, hieß es stets, hatte das Landratsamt ihm zehnjährige Vertragslaufzeiten zusichern müssen. Solche langfristigen Bindungen darf die Behörde nun nicht mehr eingehen.

Dabei ist der Bedarf nach wie vor da. Noch immer leben Tausende Menschen im Kreis in Traglufthallen und Behelfsbehausungen in Containern. Nur mit einer Umsetzung aller für 2016 geplanten Standortprojekte – und ohne weitere Neuankömmlinge – hätte der Kreis diese Großunterkünfte leer kriegen können. Doch das Landratsamt hat noch kein Alternativkonzept gefunden, das die Zustimmung der Bezirksregierung finden würde. Und in Neuried will man sich so lange offenbar nicht gedulden.

Neurieds Bürgermeister Harald Zipfel (SPD) sagte dem Münchner Merkur, er glaube zwar, dass es wieder Bedarf geben werde. „Aber wir können nicht ewig warten. Wir müssen uns auch um Wohnungsbauförderung kümmern.“ Man müsse überlegen, ob man auf dem Grundstück jetzt nicht lieber günstigen Wohnraum errichte, der dann bei Bedarf auch für die Asylbewerberunterbringung genutzt werden könnte.

Nach der ursprünglichen Idee, die zugewiesenen Flüchtlinge und Asylbewerber gleichmäßig nach der Einwohnerzahl auf die Kreisgemeinden zu verteilen, müssten in Neuried eigentlich 190 Menschen unterkommen. Lange hatten sich in Neuried weder private noch gemeindliche Grundstücke für eine Unterkunft gefunden.

Die Fläche am Maxhofweg sollte eigentlich an ein privates Unternehmen verkauft werden. Doch dessen Pläne erledigten sich Mitte 2015, die Gemeinde bot den Standort dem Landratsamt an und hätte ihre Quote damit zumindest zu gut 50 Prozent erfüllen können. Doch die Kreisbehörde, die ihre Unterkünfte nach und nach mit dem immer selben Investor errichtete, griff lange Zeit nicht zu. Dann, offenbar kurz vor Vertragsabschluss, kam im April die Regierungsanordnung. So bleibt Neuried mit 14 Asylbewerbern und einer Quotenerfüllung von sieben Prozent Schlusslicht.

Im Gemeinderat gibt es am Dienstag, 31. Mai, (19 Uhr, Sitzungssaal am Haderner Weg 5). einen Bericht der Verwaltung zur Unterbringung von Asylbewerbern.

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