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Das Bauamt Neuried zieht in weni gen Tagen aus den Containern ins bisherige Rathaus um.

Abschied vom Bürocontainer

Neurieder Bauamt zieht ins alte Schulhaus

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Die letzten Abstimmungen mit Malern und Bodenlegern sind getroffen, die Termine stehen: Das Bauamt Neuried wird Ende des Monats, am 29. März und am 1. April, geschlossen bleiben, denn es zieht um.

Neuried – Das Neurieder Bauamt zieht allerdings nicht so weit weg wie die restliche Gemeindeverwaltung, die nun am Hainbuchenring für mindestens fünf Jahre ihr Quartier bezogen hat (wir berichteten). Das neue Domizil des Bauamts liegt vielmehr gleich nebenan, im alten Schulhaus an der Planegger Straße, das bis Februar als Neurieder Rathaus diente.

Die grün-weißen Container, in denen das Bauamt seit 2001 beheimatet war, müssen weichen, damit der aus Brandschutzgründen nicht mehr haltbare alte Grundschultrakt dahinter abgerissen werden kann. Um den Ersatzneubau errichten zu können, muss auch das alte Feuerwehrhaus abgerissen werden. Strom und Warmwasser sind schon lange abgestellt, lediglich das Archiv befindet sich noch dort. Es wird nun aber zusammen mit dem Bauamt in der Planegger Straße 2 unterkommen.

Wenn man also am 1. April vor dem Bauamt – neu oder alt – vor verschlossenen Türen steht, ist man keinem Aprilscherz der Mitarbeiter aufgesessen. Diese hätten dazu ohnehin keine Zeit. Denn der Zeitplan ist straff: Am 28. März sollen die Kisten fertig gepackt sein, tags darauf alle Möbel im neuen Domizil stehen. Und am 1. April werden die Arbeitsmittel, ohne die heute gar nichts mehr geht und die bis zum letzten Moment unverpackt bleiben müssen, sprich Computer und Telefone, in die neuen Räumlichkeiten hinüber geschafft.

Wann die Bauamtscontainer entfernt werden und das alte Feuerwehrhaus der Abrissbirne zum Opfer fällt, steht noch nicht fest. Es werde gerade an den Ausschreibungen gearbeitet. Erst wenn diese öffentlich gemacht wurden, könne man Genaueres dazu sagen, erklärt Bauamtsleiter Andreas Braun. Klar ist jedoch, dass es noch dieses Jahr passieren soll, entweder kurz vor oder während den Sommerferien.

Jetzt zieht Braun aber erst einmal zusammen mit neun Kollegen hinüber in das über 100 Jahre alte Schulhaus. Braun selbst wird als Bauamtsleiter dann das ehemalige Bürgermeisterzimmer beziehen. Ob er sich schon darauf freue? „Ach, eigentlich habe ich mich in den Containern immer ganz wohl gefühlt“, sagt Andreas Braun lakonisch. Die Container seien im Gegensatz zum Rathaus klimatisiert und dadurch, dass sie leicht nach hinten versetzt stehen, sei es dort schön ruhig. Man bekomme vom Straßenlärm fast nichts mit. Dafür sieht man aber die Grundschulkinder jeden morgen zur Schule gehen. Manchmal habe er fast das Gefühl gehabt, Teil der Grundschule zu sein, erinnert sich Bauamtsleiter Braun. Durch die Ebenerdigkeit der Bauamtscontainer sei man so schön eingebunden gewesen, man war „mittendrin statt nur dabei“, sagt Andreas Braun.

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