MVG-Rad-Station am Rathaus

Neuried steigt in Leihrad-System ein

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Auch die Gemeinde Neuried will jetzt in das Leihrad-System der MVG  einsteigen. Das beschloss der Bauausschuss.

Neuried – Die Münchner Verkehrsgesellschaft will ihr Leihrad-System MVG Rad auch auf den Landkreis München ausweiten. Und immer mehr Kommunen wollen sich dem Vorhaben anschließen. Nach Garching, Planegg und Gräfelfing hat nun auch Neuried beschlossen, sich an MVG Rad zu beteiligen. Der Bauausschuss des Gemeinderates beschloss, zunächst eine Leihrad-Station am Rathaus einzurichten und dafür 15 000 Euro im Haushalt einzuplanen. Allerdings unter Bedingungen.

Das System MVG Rad ermöglicht das Ausleihen und Abstellen von Fahrrädern an derzeit 84 festen Standorten, meist an U-Bahn-Stationen. An- und Abmeldung erfolgen über eine Smartphone-App, abgerechnet wird minutengenau. Für 48 Euro im Jahr gibt es täglich 30 Freiminuten.

In Teilen des Stadtgebietes können die Räder auch an beliebigen Stellen im öffentlichen Raum abgestellt werden, weil davon ausgegangen wird, dass andere Nutzer sie dort in absehbarer Zeit wieder ausleihen werden. Falls nicht, werden sie über Nacht mit Transportautos eingesammelt.

Für den Landkreis ist diese Option bisher nicht vorgesehen, oder nur gegen einen ordentlichen Aufpreis für die beteiligten Kommunen. Zudem gehört der südwestliche Stadtrand bisher nicht zum freien Rückgabegebiet. Deshalb beschlossen die Ausschussmitglieder, eine Station in Neuried erst anzuschaffen, wenn die MVG eine Ausleih- und Rückgabestelle am U-Bahnhof Fürstenried West einrichtet. So soll der Anschluss an das Stadtgebiet hergestellt werden. Laut MVG soll eine Station an der Endhaltestelle der U3 in diesem Sommer entstehen.

Die Verwaltung hatte in ihrer Sitzungsvorlage Stationen für drei Standorte im Neurieder Gemeindegebiet vorgeschlagen. Doch so weit wollten die Räte nicht mitgehen. Zu unklar seien derzeit noch die finanziellen Rahmenbedingungen, so der allgemeine Tenor. Die Anschaffung von Station und Rädern würde zwar zum großen Teil der Landkreis tragen. „Es ist wohl so, dass wir nur die Betriebskosten zu tragen hätten“, sagte Bürgermeister Harald Zipfel (SPD) im Ausschuss. Wie hoch die ausfallen könnten, sei aber noch offen.

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