Thomas Cook ist insolvent - So geht es für Condor, Neckermann und Co. weiter

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Der Zeitplan steht: Der Neurieder Innovationscampus soll ab Oktober dort entstehen, wo einst Hettlage seine Zentrale hatte. 

Auf dem ehemaligen Hettlage-Gelände geht‘s los

Neurieder Campus: Baustart im Oktober

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Der Bebauungsplan für das ehemalige Hettlage-Areal wurde vom Neurieder Gemeinderat abgesegnet. Im Oktober soll mit dem Bau des Neurieder Innovationscampus begonnen werden. Doch die Baugenehmigung lässt noch auf sich warten.

Neuried – Der Aufstellungsbeschluss datiert von Dezember 2016, drei Mal wurde der Bebauungsplan für das Areal, auf dem die Firma Hettlage einst ihre Zentrale hatte, öffentlich ausgelegt. Im Juli dieses Jahres hat der Gemeinderat ihn nun einstimmig als Satzung beschlossen (wir berichteten).

Nun steht für den „Bebauungsplan 52 Wohn- und Gewerbegebiet westlich der Starnberger Straße und östlich der Kreisstraße M4“, so die offizielle Bezeichnung, nur noch die Baugenehmigung seitens des Landratsamtes aus. „Wir könnten sie jetzt jeden Tag bekommen“, sagt Investor Andreas Lesser von der Toni KG. Sie errichtet auf dem Gelände den Neurieder Innovationscampus (NIC) mit Gewerbeflächen für Büros, Labore und ein Hotel. Im südlichen Teil des Geländes, das Lesser vor drei Jahren weiterverkauft hat, will Terrafinanz Wohngebäude mit rund 200 Wohneinheiten schaffen.

Als Erstes kommen die Spundwände für die Tiefgarage

Gut ein Jahrzehnt zog sich die Diskussion, was auf dem Gelände gebaut werden darf. Einzelhandelsflächen lehnte der Bauausschuss der Gemeinde 2009 ab, ebenso Flächen für Werksverkauf. Auch wenn Lesser mit dem nun zustande gekommenen Bebauungsplan nicht zu 100 Prozent zufrieden ist – er hätte gerne größere Aufbauten für Belüftungsanlagen gehabt, um so attraktivere Räumlichkeiten für Labore anbieten zu können – steht der Zeitplan für das Campus-Projekt. Es soll in drei Bauabschnitten realisiert werden. Pro Bauabschnitt sind jeweils eindreiviertel Jahre veranschlagt. „Wir wollen am 7. Oktober anfangen“, so Lesser. Dann sollen die Spundwände für die zweistöckige gemeinsame Tiefgarage gesetzt werden, wofür auf dem Gelände ein sieben Meter tiefes Loch gegraben wird. Für den Tiefgaragenbau ist ein halbes Jahr veranschlagt. Wenn diese fertig ist, werden Rohre und Leitungen verlegt, der Bereich darüber wird mit Kies aufgefüllt.

Im ersten Bauabschnitt wird das Gebäude im Osten auf der Seite zum Starnberger Weg errichtet, das als Schallschutz in Richtung Karwendelstraße dienen soll. „Das entstehende Gebäude im ersten Bauabschnitt eignet sich insbesondere für die gewerbliche Produktion im Sinne von Laboren für beispielsweise Biotechnologie und Mikrotechnik sowie Büronutzung“, heißt es dazu auf der Homepage der Toni KG. Auch das Blockheizkraftwerk zur Versorgung des NIC wird im ersten Bauabschnitt realisiert.

Zweiter Bauabschnitt beginnt frühestens im Herbst 2020

Im zweiten Bauabschnitt, der laut Lesser frühestens im dritten Quartal des Jahres 2020 beginnt, kommt das Gebäude im südlichen Teil des Geländes hinzu. Zwischen den beiden Gebäuden wird dann die Straße wiederhergestellt, die durch das Gelände führen soll. Eine tiefergelegte Version entsteht bereits für den Garagenbau.

Das Gebäude im Norden, wo die Kreisstraße M4 auf die Forstenrieder Straße trifft, wird als Letztes gebaut. Die Fläche wird während der Bauzeit für die Lagerung von Material, das Abstellen von Baumaschinen, für Baucontainer sowie für Anlieferung und Abtransport benötigt. Sowohl das im zweiten als auch das im dritten Bauabschnitt entstehende Gebäude sollen weitere Büroflächen sowie Flächen für ein Café und ein Fitnessstudio beherbergen.

Der Abriss des ehemaligen Hettlage-Bürogebäudes ist über ein Jahr her.

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