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Blick auf den Hochaltar der alten Dorfkirche St. Nikolaus: Durch den Einbau einer Heizung hofft man, in Zukunft die Schimmelbildung im Innenraum verhindern zu können.

Sanierungsarbeiten haben begonnen

Alte Dorfkirche erhält neuen Glanz

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Für Corinna Pflästerer-Haff wird ein Traum wahr. Die Restauratorin aus Neuried darf der Dorfkirche in ihrem Heimatort zu neuem Glanz verhelfen. 

Neuried– Langsam, aber es geht voran. Die alte Dorfkirche in Neuried wird umfassend saniert. Das war dringend nötig. Seit 21. August wird jetzt hart gearbeitet. Und der größte Feind des Schimmels ist bereits eingebaut worden: die Heizung. In der Wand des Gebäudes versteckt, wird sie nicht zu sehen sein. „Das war aufwändig“, erklärt Markus Crhak von der Kirchenverwaltung St. Nikolaus in Neuried. Die Heizung soll später die Temperatur in der Kirche auf ein konstantes Niveau bringen. Dann gebe es weniger Schimmel an den Altären. Und die Grundfeuchtigkeit, die durch den Boden in die Kirche dringe, würde damit auch aufgefangen, erklärt Crhak. Noch sind die Arbeiten nicht ganz abgeschlossen.

Sie werden zwei bis drei Wochen länger in Anspruch nehmen als geplant, sagt Crhak. Aber er sieht den Verzug entspannt. „Es ist eine ganz normale Baustelle.“ Noch im November will man mit den nächsten Arbeiten beginnen, mit denen, die die alte Pracht der Kirche wieder herstellen sollen. Zunächst sei die Restaurierung des Deckengewölbes und der Seitenwände an der Reihe. Anfang des kommenden Jahres dann seien die drei Altäre, einzelne Figuren sowie das Epitaphbild oberhalb der Tür zur Sakristei an der Reihe. Jenes sei aus dem Jahr 1589 und ein sehr wertvolles Bild, erklärt Crhak. Es erinnert an die Familie Spitzweck, die Inhaber der Schäferei und Schwaige Boschetsried, an deren Stelle später das Fürstenrieder Schloss gebaut wurde. Das Tafelbild mit einem aufwändig geschnitzten Rahmen stellt den guten Hirten dar.

Jenes ist auch das Bild, welches die Diözese der Neurieder Restauratorin Corinna Pflästerer-Haff anvertraut hat. Sie hatte sich gewünscht, an der Restaurierung ihrer Dorfkirche mitzuwirken. Es ist das erste Mal, dass die renommierte Restauratorin in ihrer Heimatgemeinde aktiv wird. Zu ihren Kunden zählen das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege, die Bayerische Schlösserverwaltung, die Bayerische Staatsgemäldesammlungen, das Bayerisches Nationalmuseum und jetzt erneut die Erzdiözese München und Freising. „Die Freude ist groß“, sagt Pflästerer-Haff. „Es ist das wertvollste Stück“, meint sie. Mehr noch aber freut es sie, dass sie bei der Restaurierung ihrer Dorfkirche mithelfen kann. „Ich hätte natürlich auch sehr gerne die Altäre gemacht“, erklärt sie. Aber die Diözese habe die Aufträge einzeln ausgeschrieben und da habe ein anderer den Zuschlag bekommen. „Es bekommt in der Regel der Günstigste“, sagt sie.

Corinna Pflästerer-Haff ist die einzige Neuriederin, die der Dorfkirche zu neuem Glanz verhilft, alle anderen Arbeiten seien an Auswärtige vergeben worden, erklärt Crhak. Im Februar soll sie mit ihrer Arbeit beginnen. Einen Monat lang werde sie dafür brauchen, schätzt sie. Ein Monat, in dem sie nicht wie sonst nach München pendeln muss. Irgendwann zwischen Ostern und Pfingsten soll die Restaurierung der Dorfkirche beendet sein.

Finanziell sei derzeit alles im Rahmen, so Crhak. Es sehe alles danach aus, als könne der auf 800 000 Euro geschätzte Kostenrahmen eingehalten werden. „Tendenziell werden wir eher ein bisschen weniger brauchen“, meint er sogar vorsichtig.

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