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Unverzichtbar: Die Nachbarschaftshilfe Neuried, hier mit ihrer Vorsitzenden Ingrid Friedrich (r.) bei einem Neujahrsempfang, engagiert sich massiv für Senioren. 

Seniorenbeauftragter Andreas Kobza will vernetzen und informieren

Schwerpunkt Kommunikation

Knapp 2000 Menschen über 65 Jahre leben in Neuried. Sie machen 20 Prozent der Einwohner aus. Ihre Zahl wird sicherlich in den nächsten Jahren weiter wachsen, weiß Andreas Kobza.

NeuriedKobza ist seit Juli vergangenen Jahres Seniorenbeauftragter der Gemeinde. Damit füllt der 63-jährige Neurieder ein Amt aus, das es bis dato so nicht gab. Bislang betreuten die Mitarbeiter des Einwohnermeldeamtes Anfragen zur Seniorenarbeit.

Das Statistische Landesamt schätzt, dass 2050 etwa 3,5 Millionen Senioren in Bayern leben werden. Heute sind es 2,3 Millionen. Damit steige ganz klar der Bedarf an seniorengerechten Angeboten, so Kobza, der bis zu seinem Vorruhestand in der Marketingkommunikation eines großen Verlages gearbeitet hat. Die Kommunikation sieht der neue Seniorenbeauftragte demnach auch als seine vorrangige Aufgabe an. Er versteht sich als Schnittstelle zwischen Kommune und Bürger, möchte Bestehendes vernetzen und Informationen für die Seniorengeneration transparenter machen. Bereits im Herbst 2017 gab es eine Neuerung. Die gemeindliche „Rats(ch)post“ wurde um die Rubrik „Generation Plus“ erweitert: acht Seiten mit Informationen und einem „Hilfe-Wegweiser“ für Senioren und Angehörige.

Kobza hatte zu Beginn seiner Tätigkeit erst einmal viele Treffen mit den örtlichen Vereinen, Parteien und Institutionen, erzählt er. So sei gleich ein enger Kontakt zu der Neurieder Nachbarschaftshilfe entstanden, die seit Jahren einen beachtlichen Teil der Seniorenarbeit der Gemeinde abdeckt.

Dem Seniorenbeauftragten geht es um einen regen Austausch, aber vor allem auch um Unterstützung seitens der Gemeinde. So wird es am 20. Juni beispielsweise einen Tag der offenen Tür für Senioren im TSV Neuried in Kooperation mit der Nachbarschaftshilfe geben. „Viele Senioren kennen überhaupt nicht die vielfältigen Angebote des TSV oder der Nachbarschaftshilfe.“ Hier sollen Synergieeffekte genutzt werden.

Diese Art der positiven Vernetzung möchte Kobza in den nächsten Monaten vorantreiben. Aktuell laufen Gespräche etwa mit dem Senioren-Computerclub Forstenried, den er mit der Nachbarschaftshilfe zusammenbringen will, damit der Verein einen Kurs für Handybedienung anbieten kann. Der Umgang mit moderner Kommunikation sei ein Anliegen der Generation Plus, so Kobza. Durch etliche Gespräche mit Bürgern wisse er aber auch, dass ein Treffpunkt, wie ein festinstalliertes Begegnungs-Café, in der Ortsmitte ein Wunsch sei. Neben der Seniorenarbeit soll Kobza auch die Behindertenarbeit der Gemeinde unter seine Fittiche nehmen. Ein weites Feld, zu dem es in den nächsten Wochen und Monaten Initiativen geben wird, sagt Kobza. Also viel Arbeit, die da auf den neuen Seniorenbeauftragten zukommt. Der nimmt es sportlich: „Man muss einfach anfangen und Bewegung in die Sache bringen.“

Carolin Högel

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