Ortsmitte Neuried

Silber-Ahorn darf zunächst bleiben

Der Silber-Ahorn an der alten Neurieder Dorfkirche darf vorerst so bleiben, wie er ist. Das hat der Bau- und Umweltausschuss beschlossen.

Neuried – Zur Debatte stand in der Sitzung des Bau- und Umweltausschusses, ob der Baum, der die Sicht auf die Neurieder Kirchturmuhr verdeckt, gefällt, zurückgeschnitten oder verpflanzt werden muss. Gegen eine Verpflanzung sprach neben den Kosten von bis zu 90 000 Euro, dass man den Baum inklusive Wurzelwerk ausgraben müsste. Was das für den Friedhof an der Kirche bedeute, wolle er sich gar nicht ausmalen, sagte Bürgermeister Harald Zipfel. Ausschussmitglied Mechthild von der Mülbe (SPD) führte an, dass es kaum Sinn mache, den Baum zu fällen, solange die Gautinger Straße nicht umgestaltet werde.

Probleme macht der Silber-Ahorn nicht nur wegen der verdeckten Kirchturmuhr. Sein Wurzelsystem steht im Verdacht, die Verwerfungen am Aufgang zur Kirche mit zu verursachen. Das Problem: Beschnitt führt häufig dazu, dass der Baum noch stärker austreibt und sich die Situation hierdurch verschlimmert.

Der Bau- und Umweltausschuss einigte sich daher darauf, den Silber-Ahorn so zu belassen, wie er ist, und die Verwerfungen weiter im Auge zu behalten. Die Eiben im Umfeld des Silber-Ahorns sollen hingegen beschnitten werden, jedoch erst nach der Vogelschutzzeit.

Entgegen der Einschätzung im Gutachten der Firma Treeconsult ist der Baum wohl auch nicht 40, sondern über 60 Jahre alt. Er wurde, wie ein ehemaliges Pfarrgemeinderatsmitglied unserer Zeitung mitteilte, in den 1960er Jahren am Tag des Baumes gepflanzt – von ihm und seinen Mitschülern. Katja Brenner

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