Baugebiet „Südlich Maxhofweg“

Patt im Ausschuss verzögert Kindergartenbau

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Der neue Kindergarten am Maxhofweg in Neuried wird mit Verzögerung gebaut. Genauso die dort geplanten Wohnungen. Am Dienstag endete eine Abstimmung des Bau- und Umweltausschusses über den Bebauungsplan 47 „Südlich Maxhofweg“ überraschend mit einem Patt.

Neuried Eigentlich wollte der Ausschuss dem Gemeinderat eine Empfehlung geben. Das Patt bedeutet eine Ablehnung. Bürgermeister Harald Zipfel: „So kommen wir auch im Gemeinderat auf keinen grünen Nenner.“

Um weiterzukommen, muss jetzt erst der Planer wieder ran und der Plan dann wieder ausgelegt werden. „Ich bin völlig irritiert aus der Sitzung herausgegangen“, sagt Bürgermeister Harald Zipfel. „Seit zwei Jahren wünschen sich die Eltern, dass es voran geht.“ Seit gut einem Jahr werde diskutiert. Und jetzt das. „Das führt zu einer massiven Verzögerung.“

BZN, W-BIN und CSU hatten am Dienstagabend ihre fünf Stimmen gegen die fünf Stimmen von SPD und Grünen gesetzt. Der CSU ging es vor allem um die Anzahl der Häuser. „Wir denken, dass das zu viel ist“, erklärt Fraktionssprecher Michael Zimmermann. Er plädiert für weniger und dafür höhere Häuser. „Das muss einfach geändert werden, das war schon immer unsere Meinung.“ In der Vergangenheit hatte es bereits Diskussionen gegeben. Dass die Abstimmung gestern zu einem Patt führte, überraschte aber auch Zimmermann. „Ich wusste nicht, ob Siegfried Schopf (BZN) und Bernd Quintenz (W-BIN) mitmachen“, sagt er. Auch Zipfel sagt: „Die BZN hat mich erstaunt.“ Laut Zimmermann muss der Planer nun die Positionierung der Häuser überarbeiten und ein Haus herausnehmen, „dann sind wir wieder beieinander“. Zipfel weist jedoch darauf hin: „Wir haben die Krux, dass es mehrere Eigentümer gibt, für die muss die Zahl der Häuser teilbar sein.“ Die Sorge des Bürgermeisters um den Kindergarten kann Zimmermann zum Teil verstehen. Der Pachtvertrag für den Kindergarten an der Zugspitzstraße laufe aus, „da müssen wir weg“. Der neue Kindergarten sei für 2019 geplant gewesen. „Aber das hätten wir auch nicht geschafft, wenn wir am Dienstag anders entschieden hätten“, sagt er. Aufgrund des Abstimmungsergebnisses vom Dienstag rechnet er mit einer Verzögerung von mindestens einem halben Jahr.

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