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Mit Bürgersolaranlagen kennt sich Neurieds Bürgermeister Harald Zipfel (r.) bestens aus. Hier ist er mit Bürgermeisterin Christine Borst bei der Eröffnung der Anlage auf dem gemeindlichen Bauhof in Krailling  zu sehen. 

„Mindestens zwei Prozent Rendite“

Gemeinde plant Solaranlage auf neuer Mehrzweckhalle

Neuried -  Auf dem Dach der neuen Mehrzweckhalle in Neuried soll eine Solaranlage entstehen – und die Bürger können sich daran beteiligen. Die Rendite soll bei mindestens zwei Prozent liegen.

Mit Bürgersolaranlagen kennt sich Neurieds Bürgermeister Harald Zipfel bestens aus. Im Raum München hat er 40 davon entwickelt und betreut. Auf dem Dach der Neurieder Grundschule gibt es auch schon eine. Jetzt soll eine weitere in Neuried dazukommen.

Das Dach der neuen Mehrzweckhalle biete sich für eine Solaranlage an, sagt Andreas Braun vom örtlichen Bauamt. „Es liegt ideal, es gibt keinerlei Verschattung, es ist ein Flachdach, und es ist das höchste Gebäude weit und breit“, erklärt er. Laut seinem Kollegen Milan Jermar aus dem Umweltamt soll die neue Anlage etwas über 60 000 Euro kosten. Die Bürger könnten insgesamt 62 Anteile à 1000 Euro erwerben. Fünf Wochen lang dürfe jeder Bürger nur zwei solche Anteile kaufen. Anschließend sei die Zahl auf fünf begrenzt. „Je nach dem, wie das Interesse ist“, bekomme man also ein bis fünf Anteile, erläutert Jermar.

Die Gemeinde Neuried realisiert das Vorhaben zusammen mit der Bürgerenergiegenossenschaft (BENG), die auch schon die Anlage auf der Grundschule betreibt. Diese verspreche den Anlegern der geplanten Anlage zwei bis 2,5 Prozent Rendite, sagt Jermar. Der Strom, den die Photovoltaikanlage erzeuge, diene dem Betrieb der Mehrzweckhalle. Diesen Strom bezahle die Gemeinde. „Der restliche Strom wird ins Netz eingespeist und verkauft“, erklärt Jermar. Die finanzielle Abwicklung liege bei BENG. Auch für den Aufbau sei die Genossenschaft verantwortlich.

Andreas Braun rechnet damit, dass die Anlage im August aufgebaut wird. Derzeit stehe zwar noch ein Kran vor der Halle. Doch so schnell sei BENG nicht mit der Beschaffung der nötigen Bauteile, schätzt Braun. Also würden erst die Außenanlagen der Mehrzweckhalle komplett fertiggestellt und dann die Solaranlage aufgebaut werden. Wenn die Anlage stehe, erzeuge sie 47,8 Kilowattpeak, so Jermar. Was Solaranlagen betreffe, „sind wir ziemlich gut bestückt“. Schließlich betreibe die Gemeinde auch noch eigene Anlagen auf den Dächern von Jugendhaus und Kinderhaus an der Zugspitzstraße.

Wer bei der Finanzierung der neuen Anlage einsteigen möchte: Die Gemeinde veranstaltet am heutigen Mittwoch 29. Juni, ab 18.30 Uhr einen Infoabend mit Bürgermeister Harald Zipfel im Sitzungssaal, Hadernder Weg 5.

Victoria Strachwitz

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