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Ein Höhepunkt des K&K-Herbstprogramms ist der Kabarettabend mit Wolfgang Krebs. In der „Wunschbaum-Gala“ schlüpft er in die Rollen bekannter Politiker wie Edmund Stoiber, Horst Seehofer oder Markus Söder.

Kunst & Kultur in Neuried muss sich flexibel zeigen

Spielplan mit vielen Hindernissen

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Der Verein „Kunst & Kultur in Neuried“ (K&K) hat für die nächsten Monate wieder ein abwechslungsreiches Programm vorbereitet – trotz nach wie vor gesperrter Mehrzweckhalle.

Neuried – Wolfgang Krebs alias Edmund Stoiber verleiht den „Watschenbaum“ in Bronze, Silber und Gold an Kandidaten wie Horst Seehofer und Markus Söder, die Band „Folsom Prison“ unternimmt eine Zeitreise zu den Wurzeln des Country, Blues und Rock’n’Roll, und es gibt eine „eigenARTig“e Ausstellung: K&K hat sich was einfallen lassen, allen Widrigkeiten zum Trotz.

„Die Schließung der Halle ist für uns schon ein Problem und sehr schwierig“, sagt K&K-Vorstandsmitglied Jan Jungowski. Zum einen gebe es manche Künstler, die nur in einem großen Saal auftreten wollen. „In einem kleinen Saal wie der Aula der Grundschule mit maximal 200 Leuten müssten sie ihren Auftritt komplett umprogrammieren, das wollen manche nicht.“ Der für Samstag, 23. September, geplante Kabarettabend mit Han’s Klaffl musste deshalb auf Samstag, 21. April 2018, verschoben werden. Jungowski: „Und es gibt noch andere solche Fälle.“ Noch viel problematischer sei allerdings „das ganze Drumherum für uns in der Aula“, sagt Jungowski. Die komplette Bühne, Beleuchtung und Zuschauerstühle müssen hier vom K&K auf- und abgebaut werden. Im Gegensatz zur eingerichteten Mehrzweckhalle. Jungowski: „Und wir werden schließlich auch nicht jünger.“

Derzeit hat sich der K&K dennoch darauf eingerichtet, das Herbstprogramm bis auf Weiteres in die Aula der Grundschule zu verlegen. Noch bestehe aber Hoffnung, dass etwa der Kabarett-Abend mit Wolfgang Krebs, die „Watschenbaum-Gala“, vielleicht doch in der Mehrzweckhalle stattfinden kann. „Es war nicht so einfach, ihn nach Neuried zu bekommen, wie es bei solchen Prominenten öfters ist“, sagt Jungowski. Doch Krebs sei schon mehrfach beim K&K gewesen, kenne den Verein und sei „daher grundsätzlich nicht abgeneigt“. Der Verein plant sein Programm zwei bis drei Jahre im Voraus. Jungowski: „Um überhaupt eine Chance zu haben, bekannte Künstler zu bekommen, muss man so früh dran sein, sonst sind sie ausgebucht.“

Neben Wolfgang Krebs, der bei seiner Gala am Samstag, 25. November, wie bei einer Oscar-Verleihung in 20 bekannten und unbekannten Rollen auftritt und schließlich das Publikum über den „größten Bock und aberwitzigsten Unsinn“ abstimmen lässt, hat der Verein aber auch wieder darauf geachtet, auch unbekanntere Künstler ins Programm aufzunehmen. So etwa die „Folsom Prison Band“, die am Samstag, 14. Oktober, Country, Blues und Rock’n’Roll „interpretiert und mit dem eigenen Stempel versieht“, wie es im Programmheft heißt, anstatt einfach nur nachzuspielen. „Wir hatten erst ein klassisches Konzert, daher haben wir nun diese Musikrichtung gewählt“, sagt Jungowski. „Damit es eine gute Mischung wird.“ Auch insgesamt achtet der Verein stets auf einen Mix aus Kabarett, Kunst und Konzert. Eine Führung oder einen Vortrag wie sonst oft gibt es diesen Winter aber nicht.

Von Freitag, 27. Oktober, bis Mittwoch, 1. November, zeigen zehn Künstler des Kunstkreises ihre Werke. Unter dem Motto „eigenARTig“ soll dabei das „Originelle, Unverwechselbare in der Kunst in den Fokus“ gestellt werden. Am Samstag, 18. November, präsentieren die Bühnenflöhe des Theaters in der Au die Geschichte vom „Urmel aus dem Eis“, das eines Tages in einem Urzeit-Ei an die Insel Titiwu geschwemmt wird. Die Bühnenflöhe treten bereits seit 20 Jahren beim K&K auf.

Für das erste Halbjahr 2018 sind dann Auftritte von Han’s Klaffl, dem Kabarettisten Philipp Weber, dem Studentenorchester StOrch und der „LaLeLu a-cappella-comedy“ geplant. Für das umfangreiche Programm wird der Verein wie schon im letzten Jahr heuer erneut Zuschüsse der Gemeinde abrufen, etwa für die Teilzeit-Mitarbeiterin in der Geschäftsstelle. Wie viel, stehe noch nicht fest, sagt Jungowski. „Wir konnten aber nicht mehr alles ehrenamtlich machen. Die Erwartungen der Künstler und des Publikums werden immer größer, und die wollen wir schließlich erfüllen.“

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