Haushalt vor Verabschiedung

Gemeinde hadert mit zunehmenden Personalkosten

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Nur noch einen Schritt ist die Gemeinde Neuried davon entfernt, den Haushalt für das Jahr 2017 zu verabschieden. Die steigenden Personalkosten bereiten allerdings Sorgen.

Neuried – Am Dienstag schloss der Haupt-, Finanz- und Personalausschuss die Haushaltsvorberatungen ohne große Diskussion ab und empfahl dem Gemeinderat, den Ansätzen von Kämmerer Max Heindl zu folgen.

Auf 21,5 Millionen Euro legte dieser den Haushalt fest. 2,9 davon entfallen auf den Vermögenshaushalt. Die restlichen 18,6 Millionen betreffen den Verwaltungshaushalt. Die meisten Ausgaben fallen beim Personal an, insgesamt 6,8 Millionen und damit 400 000 mehr als im vergangenen Jahr. Zahlen, die Heindl ein wenig beunruhigen. „Wir sind inzwischen an gewissen Grenzen angekommen“, sagte er. Da in den kommenden Jahren mit neuen Tariferhöhungen zu rechnen sei, würden die Kosten weiter steigen. Auf Nachfrage Michael Zimmermanns (CSU) gab Bürgermeister Harald Zipfel zudem an, dass sich wohl auch die Anzahl der Gemeindemitarbeiter bis 2020 erhöhen werde: „Ich rechne auf jeden Fall mit zwei neuen Stellen in der Kämmerei.“ Neue Gesetze und Verordnungen machten diese voraussichtlich nötig. „Wir sind da von der großen Politik abhängig“, so Zipfel weiter.

Neben Einkommens- und Gewerbesteuer (11,3 Millionen Euro) generiert die Gemeinde hauptsächlich Gelder aus der eigenen Rücklage (1,5 Millionen) und durch eine erneute Kreditaufnahme von einer Million. Während das finanzielle Polster somit auf 1,2 Millionen schmilzt, wächst der Schuldenberg auf 4,6 Millionen. Tode, die man sterben müsse, meinte Heindl. Alleine für die Schulsanierung seien in diesem Jahr 1,1 Millionen eingeplant.

Einstimmig unterstützte das Gremium den Haushaltsansatz. Jetzt ist es am Gemeinderat, diesen Ende des Monats endgültig auf den Weg zu bringen. 

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