„Raumneuried“

Der Traum vom günstigen Wohnraum lebt

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Ein Grundstück ist noch nicht gefunden. Aber die Neurieder Wohnungsgenossenschaft Raumneuried eG hält an ihrem Traum fest, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Sie hat inzwischen 43 Mitglieder. Ein Großteil von ihnen traf sich nun zur ersten Mitgliederversammlung.

Neuried –Seit Anfang 2017 gibt es die Genossenschaft. Damals hatten die neun Gründungsmitglieder für die Realisierung ihres Traumes gemeindliche Grundstücke in der Ortsmitte und am Maxhofweg anvisiert. Doch bislang ist daraus nichts geworden. „Es hat sich Gott sei Dank noch nicht zerschlagen“, sagt Gundula Pabst, Gründungs- und Vorstandsmitglied. „Aber es ist vonseiten der Gemeinde noch keine Entscheidung gefallen.“ An einen privaten Grundstückseigentümer, der der Genossenschaft ein Grundstück vergünstigt zur Verfügung stellt, glaubt sie nicht: „Der ist konkret nicht sichtbar.“ Also seien die Verantwortlichen weiter in Kontakt mit Gemeinde und Gemeinderäten.

Doch auch ein Jahr nach Gründung der Genossenschaft seien nicht alle Gemeinderäte dem Projekt gegenüber aufgeschlossen. „Es gibt durchaus welche, die positiv eingestellt sind. Aber es gibt auch Skeptiker, die wir noch zu überzeugen hoffen“, sagt Pabst. Wie sie findet, habe das Projekt auch für die Gemeinde Vorteile. „Leute, die sich jetzt in Neuried sozial engagieren, können das auch weiter tun“, gäbe es bezahlbaren Wohnraum. Die Wohnungsgenossenschaft solle nach ihren Vorstellungen mehr sein als nur weiterer Wohnraum. „Wir wollen uns in das Gemeindeleben einbringen“ und beispielsweise einen Nachbarschaftstreff einrichten. Pabst schwebt mehr vor als „ein anonymes Nebeneinander“. Mit dieser Idee stehe sie auch nicht alleine. Unter den Genossenschaftsmitgliedern seien nicht nur Menschen, die schon bald oder in späterer Zukunft eine der Wohnungen beziehen möchten. Es fänden sich auch Investoren darunter, denen der Gemeinschaftsgedanke zusage. Wie Pabst selbst gefalle ihnen gut, dass verschiedene Einkommensschichten und Altersgruppen zusammenleben. Bislang hätten alle 43 Mitglieder je drei Anteile an der Genossenschaft für je 500 Euro erworben. Wer später eine Wohnung möchte, müsse zusätzlich zu den 1500 Euro noch mehr Geld investieren und wohnungsbezogene Anteile erwerben.

Am Neurieder Dorffest (Samstag, 14. Juli) will die Raumneuried eG mit einem Stand vertreten sein, um weiter für das Projekt zu werben. Der Traum der Mitglieder ist es, in zwei bis drei Jahren zu bauen. Schließlich sagen sie „..do bin i dahoam und da möchte ich bleiben“. Ob ihr Wunsch in Erfüllung gehen wird, ist ungewiss „dadurch, dass wir da komplett abhängig sind“, wie Pabst weiß. 

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