1. Startseite
  2. Lokales
  3. Würmtal
  4. Neuried

Trotz Pandemie: Hütt’ngaudi in Neuried

Erstellt:

Von: Victoria Strachwitz

Kommentare

Einen Markt mit Winterhütt’n gab es in Neuried zuletzt im Jubiläumsjahr 2019.
Einen Markt mit Winterhütt’n gab es in Neuried zuletzt im Jubiläumsjahr 2019. © Michael Schönwälder

Neuried plant einen Wintermarkt – nachdem diese Woche zahlreiche Christkindlmärkte im Würmtal abgesagt wurden. Auch Hüttenpartys soll es geben.

Neuried – Neuried traut sich was. Gräfelfing stand kurz alleine da, nachdem in allen anderen Ortschaften im Würmtal die Christkindlmärkte abgesagt wurden. Am Freitag wagten sich die Neurieder mit einem Konzept für einen Wintermarkt aus der Deckung. Während das Robert-Koch-Institut dazu rät, Veranstaltungen abzusagen, planen die Neurieder, am zweiten, dritten und vierten Adventswochenende, samstags und sonntags jeweils von 13 bis 19 Uhr in ihrer Ortsmitte wieder einen Wintermarkt stattfinden zu lassen. Außerdem soll es freitags vor jedem Adventswochenende und am Silvesterabend eine Hüttenparty geben. „Es ist schade, wenn gar nichts stattfindet“, sagt Neurieds Bürgermeister Harald Zipfel. Er will nicht immer nur einschränken. „Wir werden es irgendwie organisieren, dass das stattfinden kann.“

Lechner verspricht strenges Schutz- und Hygienekonzept

Felix Lechner, dessen Neurieder Firma SLPN den Markt veranstalten wird, sagt: „Wie schon bei unseren bisherigen Veranstaltungen während der Pandemie sorgen wir mit einem strengen Schutz- und Hygienekonzept und durch enge Abstimmung mit den zuständigen Behörden für eine sichere, aber dennoch gemütliche Atmosphäre.“ Die aktuelle Entwicklung der Infektionszahlen und Absagen anderer Veranstalter habe auch für den Neurieder Wintermarkt zu einer Neubewertung geführt. Derzeit sei aber sichergestellt, dass die rechtlichen Vorgaben eingehalten und eine für Gäste und Mitwirkende sichere Veranstaltung stattfinden könne.

Der Wintermarkt ist wie folgt geplant: Auf dem Platz hinter dem alten Rathaus will man ein Zelt aufstellen, in dem täglich mindestens ein Künstler der Musikschule auftreten kann. Darum herum sollen vier kleine Verkaufsbuden errichtet werden, in denen Vereine und Firmen sich präsentieren und Speisen anbieten können. Daneben soll Lechners Almhütt’n stehen. „Da wird’s auf jeden Fall Getränke geben“, meint Zipfel. Das gesamte Gelände werde eingezäunt. Eventuell könne man in der Hütte unter 2G-Bedingungen auch Abendessen, so Zipfel.

Bürgermeister zweifelt an Partys

Veranstalter Felix und Hüttenwirt Alexander Lechner, die den Wintermarkt gemeinsam mit dem Bürgermeister auf die Beine stellen, bieten an, dass in der Hütte montags bis donnerstags auch kleine private oder Firmenfeiern stattfinden können. Auf dem Programm, das die Veranstalter verschickten, werden auch eine „Grand Opening“-Party, eine „80s-90s“-, eine „Bad Taste“-, eine „Après-Ski“- und eine Silvesterparty angekündigt. Zipfel ist sich aber aktuell nicht sicher, ob es dazu kommen wird: „Ich glaube nicht, dass es richtig Party geben wird.“ Zum Wintermarkt an sich sagt er aber: „Wir wollen das machen. Wenn es absolut nicht geht, kann man es immer noch absagen.“

Die einzelnen Programmpunkte will man in Kürze im Internet unter www.kultur-winter.de bekannt gegeben.

Auch interessant

Kommentare