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Überlegungen zu Sicherheitsdienst

Unruhige Nächte in Neuried

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Anwohner klagen über nächtliche Partys im und um den Sportpark in Neuried. Eine schnelle Lösung des Problems scheint nicht in Sicht.

Neuried – Es gab viel zu feiern für den TSV Neuried in den letzten Wochen. Aufstiege der Fußballmannschaften oder Sommer- und Saisonabschlussfeste der Abteilungen etwa. Für die Anwohner des Sportparks war das in diesem Jahr offenbar zuviel. Mit einer Unterschriftenliste wandten sie sich nun an den Verein und die Gemeinde, um ihrem Ärger über zunehmend hohe Lärmbelästigung, nicht nur durch den TSV sondern auch durch lärmende Jugendliche in den umliegenden Grünanlagen, Luft zu machen und Politik und Verwaltung zum Handeln aufzufordern. Der Sportverein zeigt nur bedingt Verständnis für die Beschwerden, und die Gemeinde sieht sich nicht in der Lage, etwas zu unternehmen.

Die Anwohner kritisieren unter anderem, dass auf dem Vereinsgelände zu oft und zu lange im Freien gefeiert würde. Zu den Vereinsfesten kämen noch private Partys von Mitgliedern. Diese Kritik ist für Sven Lommatzsch, Geschäftsführer des TSV Neuried teilweise berechtigt. Man nehme das durchaus ernst und man wolle „keinen Unfrieden.“ Es habe tatsächlich ein privates, nicht genehmigtes Geburtstagsfest gegeben, das bis spät in die Nacht gedauert habe. Die Spieler einer Jugendmannschaft, die es veranstaltet hätten, habe man zurechtgewiesen. Die Zahl der Vereinsfeste wolle man, obwohl viele nachmittags und nicht nachts stattfänden, nächstes Jahr reduzieren.

Man sei aber auch schon „genügend gepeinigt vom Spielbetrieb“, klagt Andreas Köck, Anwohner im Taxetweg und Organisator der Unterschriftensammlung. Er kritisiert vor allem unnötig laute Musik an Spieltagen der Fußballmannschaften und beim Training der Tanzabteilung. Hier zeigt Lommatzsch jedoch kein Verständnis. „Das gehört einfach dazu, sagt er. Die Leute hätten, als das Gebiet am Taxetweg bebaut wurde, gewusst, wo sie hinziehen.

Der Unmut von Köck und rund 70 anderen Anwohnern, der sich nun auch gegen den TSV richtet, dürfte aber auch wesentlich aus einer anderen Ursache resultieren. Jugendliche würden sich nachts an den Parkbänken entlang des Weges zwischen Sportpark und Wohngebiet aufhalten, laute Musik hören, grölen und Flaschen zerschmeißen. Und das auch auf ihrem spätnächtlichen Heimweg durch den Ort. In den letzten Wochen habe es keine Nacht ohne Ruhestörung gegeben. Die Anwohner fordern, dass Grünanlagenordnung und Nachtruhe konsequent durchgesetzt werden und sich Polizei und Gemeinde nicht gegenseitig die Verantwortung zuschieben. Zudem sollten die Bänke am Weg entfernt werden. Wo man nicht sitzen kann, hält man sich auch nicht auf, so die Hoffnung.

Die Beschwerden sind Polizei und Gemeinde bekannt. Die Möglichkeiten zum wirkungsvollen Einschreiten seien aber begrenzt, sagen beide Institutionen. Man sei öfter vor Ort, berichtete die Polizei in der Vergangenheit immer wieder. Doch sobald man weg sei, kehrten die Personen zurück. Die Gemeinde habe über einen Sicherheitsdienst nachgedacht, sagt Bürgermeister Harald Zipfel. „Doch die Frage ist, ob der die Jugendlichen überhaupt vertreiben darf.“ Und falls ja, verschiebe sich das Problem nur.

In den vergangenen Jahren gab es ähnliche Beschwerden von Anwohnern am Jugendhaus. Seit dort nachts das Freigelände abgesperrt ist, hat sich das Problem offenbar in Richtung TSV-Gelände verschoben.

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