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Hans Hobelsberger, (vorne in der Mitte) Mentor und Motor des K&K, fällt derzeit krankheitsbedingt aus. Außerdem im Bild: die Vorstandsmitglieder (v. links)Kerstin Johann, Jan Jungowski, Carmen Hohmann, Johanna Rieke-Jäger und Inge Altinger-Ralle.

Ehrenamtliche mit ihren Kräften am Ende

K&K bittet um eigene Geschäftsstelle

Der Verein Kunst & Kultur ist aus Neuried nicht wegzudenken. Seinem Vorstand aber steigt die Arbeit über den Kopf. Er träumt von einer Geschäftsstelle. 10 000 Euro soll die Gemeinde dafür bezahlen.

Neuried – Es ist ein Hilferuf: Der Verein Kunst & Kultur versorgt Neuried seit vielen Jahren mit einem vielseitigen Kulturprogramm. Die Arbeit dafür erledigen Ehrenamtliche. Und die sagen: Sie können nicht mehr. Der Vorstand des K&K will weiter mit anpacken, aber er stellte jetzt einen Antrag an den Gemeinderat, den Verein mit 10 000 Euro zu bezuschussen. Mit dem Geld will er eine Geschäftsstelle unterhalten und eine Halbtagsstelle schaffen. Rund 20 Stunden Arbeit die Woche will er abgeben.

„Zwölf Veranstaltungen im Jahr machen einen Haufen Arbeit“, erklärt Jan Jungowski, Vorstandsmitglied des K&K. Es sei nicht damit getan, einen Raum zu buchen und einen Künstler anzurufen, erklärt er den Aufwand.

Am Dienstag befasste sich der Haupt-, Finanz- und Personalausschuss mit der Angelegenheit und zeigte sich laut Gemeindesprecherin Inke Franzen nicht abgeneigt. Kommende Woche berät der Gemeinderat. Bislang habe der Verein jährlich einen Zuschuss in Höhe von 3500 Euro bewilligt bekommen. „Aber wir haben das nicht jedes Jahr abgerufen“, erklärt Jungowski. Bei den jetzt zusätzlich beantragten 10 000 Euro verhält es sich vermutlich anders. Die reichten eher nicht, um die Stelle zu finanzieren, schätzt Jungowski. Doch er will den Antrag nicht mehr ändern. „Wir wollen die Gemeinderäte nicht erschrecken, wir schauen jetzt erst mal, wie wir klarkommen“, sagt er. Um weitere Einnahmen zu generieren, will der Vorstand Eintritts- und Getränkepreise sowie die Mitgliedsbeiträge erhöhen. Darüber müssten die Mitglieder im April abstimmen.

Dass dem ehrenamtlich tätigen Vorstand die Arbeit zu viel wird, hat Gründe. „Unsere Arbeit wurde immer mehr“, sagt Jungowski. „Wir haben das immer irgendwie geschafft.“ Aber jetzt seien die Kassierin Johanna Rieke und der Vorsitzende Hans Hobelsberger beide krankheitsbedingt ausgefallen. Rieke habe die Buchhaltung gemacht. Über Hobelsberger sagt Jungowksi anerkennend: „Er hat eine ganze Menge gemacht“, und das ist wohl noch untertrieben. Wenn große Veranstaltungen wie die mit Gerhard Polt anstünden, läute bei Hobelsberger zu Hause Tag und Nacht das Telefon, erzählt Jungowski. Der Vorsitzende brenne schon darauf, sich wieder einzubringen. Aber Jungowski will ihn schützen. Eine Geschäftsstelle hätte feste Öffnungszeiten.

Inke Franzen sieht es als wenig wahrscheinlich an, dass die Geschäftsstelle, wie vom Verein gewünscht, in der Mehrzweckhalle Platz findet. „Wir haben Raumprobleme“, erklärt sie. Der Verein sei gebeten worden, sich nach Alternativen umzusehen. Ob der Zuschuss gewährt wird, entscheidet der Gemeinderat noch nicht so bald. Der Antrag des K&K soll in die Haushaltsberatungen im Frühjahr mit einfließen.

Victoria Strachwitz

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