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Das Neurieder Bauamt ist seit dem Jahr 2000 in Container ausgelagert. Im Herbst soll es in neue Container auf der anderen Seite der Planegger Straße umziehen. Die alten Container will die Gemeinde teilweise im Bereich der Mehrzweckhalle aufstellen.

Neurieder Bauamt zieht um

Von einem Provisorium ins nächste

Im Neurieder Rathaus heißt es heuer Umzugskisten packen. Das Bauamt muss weichen, damit der Abriss der alten Schule beginnen kann.

Neuried Das Neurieder Bauamt wechselt die Straßenseite. Für das neue Domizil pachtet die Gemeinde gegenüber vom Rathaus das Grundstück rechts neben der Kaffeewerkstatt München. Hier werden Container auf zwei Etagen mit einer Grundfläche von 250 Quadratmetern aufgestellt. Dahinter sollen laut Bauamtsleiterin Dagmar Hasler Parkplätze entstehen.

Das bedeutet, das Bauamt samt Archiv zieht von einem Container-Provisorium ins nächste. Das ist im Rahmen der allgemeinen Schulumbaumaßnahmen notwendig, da der bisherige Standort des Bauamts für den Abriss der alten Schule freigeräumt werden muss. Abgerissen werden soll der rechte, hintere Riegel. Dieser stammt noch aus den 60er Jahren und kann somit als das Urgebäude der Neurieder Grundschule bezeichnet werden.

An diesem Riegel sei später immer wieder angebaut worden, berichtet Hasler. Wahrscheinlich Ende dieses Jahres, sicherlich aber im nächsten Jahr steht sein Abbruch bevor. „Wir vom Bauamt wechseln bereits im Herbst unseren Arbeitsplatz und ziehen auf die andere Straßenseite“, sagt die Bauamtsleiterin. Die Kosten sind mit 600 000 Euro veranschlagt.

Die Musikschule, die Teile ihrer Räumlichkeiten im alten Schulhaus besitzt, muss dann auch umquartiert werden. Momentan sieht die Planung vor, dass die alten Container des Bauamtes teilweise in den Bereich vor die Mehrzweckhalle umgesetzt werden – entweder auf die Grünfläche oder die Parkplätze. Hier soll dann die Geschäftsstelle der Musikschule eine Übergangsbleibe finden. Der Konzertsaal im alten Schulhaus geht zwar durch den Abriss ebenfalls verloren, die Musikschule nutzt jedoch bereits einen adäquaten Raum in der neuen Mehrzweckhalle.

Der Mittelbau der Grundschule bleibt dagegen erhalten. Das Gebäude wurde im letzten Jahr nach einem Brandschutzkonzept aufwendig saniert. In diesem Jahr folgt der zweite Teil der Brandschutzsanierung. Leider hat sich herausgestellt, dass in diesem mittleren Riegel die Fenster zugig sind und auch die Böden einer dringenden Erneuerung bedürfen. Ebenso kam durch einen Zwischenfall in den Weihnachtsferien ans Licht, dass die Heizungsrohre im Untergeschoss marode sind. Die Heizung hatte hier einen massiven Wasserschaden angerichtet. „Wir planen jetzt neben dem Brandschutz Mehrkosten in Höhe von zwei Millionen Euro verteilt auf die Haushalte der nächsten vier Jahre ein“, sagt Dagmar Hasler. „Danach haben wir hoffentlich für die nächsten 30 Jahre Ruhe.“

Die Instandsetzung der Fenster, Böden, Heizung samt Technik wurde so allerdings noch nicht vom Bauausschuss beschlossen. Dies soll erst in der März-Sitzung des Gremiums geschehen, wenn die vom zuständigen Architekten detailliert aufbereiteten Planungen vorgestellt werden.

Carolin Högel

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