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Verein Kunst & Kultur in Neuried

Fehlende Mehrzweckhalle schmerzt und produziert Kosten

Der Verein Kunst und Kultur in Neuried (K&K) will von der Gemeinde mehr Geld. Die sperrt sich.

NeuriedEtwas irritiert zeigte sich der Haupt-, Finanz- und Personalausschuss, dass bei den Mittelanforderungen zum Haushalt 2018 wieder, wie bereits im letzten Jahr, ein Antrag des Vereins Kunst und Kultur in Neuried (K&K) zur Finanzierung einer eigenen Geschäftsstelle steht. „Das hatten wir eigentlich klargestellt“, so Bürgermeister Harald Zipfel gegenüber dem Vorstandsmitglied Jan Jungowski in der jüngsten Sitzung. Ein normaler Vereinszuschuss werde geleistet, aber keine Geschäftsstelle bezahlt.

Der Verein K & K, der seit Jahren Neuried mit einem vielseiteigen, teils hochkarätigen Kulturprogramm versorgt, hätte gerne von der Gemeinde Mittel in Höhe von 18 500 Euro für dieses Haushaltsjahr. Eine Summe, die, wie CSU-Gemeinderat Michael Zimmermann sagte, so nicht verabschiedungswürdig sei. Bislang war jährlich im Haushalt ein Zuschuss von 3500 Euro eingeplant, erklärt Neurieds Kämmerer Max Heindl. Diesen Betrag müsse man allerdings historisch betrachten. Als die alte Mehrzweckhalle noch stand, habe der K & K so gut gewirtschaftet, dass es Jahre gab, in denen der Verein das Geld überhaupt nicht in Anspruch genommen habe, so Heindl. Jetzt, da die neue Halle nicht bespielbar sei, seien „die Würfel momentan anders gefallen“.

Eine Tatsache, die Jan Jungowski vom K & K bestätigt: „Wir schaffen es so einfach nicht mehr.“ Neben dem Umstand, dass die Veranstaltungen in der Pausenhalle der Grundschule mit einem Mehr an Arbeit abgehalten werden müssen, sei das Ausscheiden von Vorsitzendem Hans Hobelsberger und Kassiererin Johanna Rieke ein herber personeller Verlust gewesen. Insbesondere Hans Hobelsberger als Kopf des Vereins riss eine Lücke. Diese Arbeit könne der verbleibende dreiköpfige Vorstand neben der Erwerbstätigkeit so ehrenamtlich nicht leisten. „Deshalb haben wir ja seit letztem Jahr eine Hilfskraft angestellt“, erklärt Jungowski.

Der Haupt-, Finanz- und Personalausschuss beschloss nach einer Diskussion, dass er erst einmal einen Zuschuss in Höhe von 10 000 Euro für 2018 bereitstellt, so Kämmerer Max Heindl. Der Betrag könne bei Bedarf dann genehmigt werden. Voraussetzung sei, dass der Verein die Ein- und Ausgaben sowie die Stellenbeschreibung der Hilfskraft vorlegt. Ob die 10 000 Euro reichen werden, weiß Jungowski noch nicht. Er hofft aber gegebenenfalls mit der Gemeinde über weitere Zuschüsse nachverhandeln zu können. „Am wichtigsten wäre uns natürlich, dass wir bald wieder die Mehrzweckhalle benutzen könnten“, sagt Jan Jungowski. Schließlich sei sie ja kein Berliner Flughafen.

Carolin Högel

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