Das nächste Wohnungsbauprojekt nimmt Konturen an

Wertgutachten liegt vor

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Der Bebauungsplan für das Hettlage-Areal ist noch nicht verabschiedet, da nimmt schon das nächste Wohnungsbauprojekt in Neuried Konturen an.

Neuried – Nur einen Steinwurf entfernt vom Hettlage-Gelände, südlich des Maxhofwegs auf der anderen Seite der Kreisstraße M4, sieht die Gemeinde Potenzial für bis zu 110 Wohnungen. Dies ist schon länger bekannt, jetzt aber wurden die ersten Schritte unternommen, um eine Bebauung in die Wege zu leiten. Weil die Flächen zum größten Teil einer privaten Eigentümergemeinschaft und zu einem Teil der Gemeinde, bedarf es eines Wertgutachtens, um die Flächen einer gemeinsamen Planung zuzuführen. Dieses Gutachten liegt der Gemeinde nun vor.

Der nächste Verfahrensschritt, der ansteht, ist der Abschluss eines Folgekostenvertrages. Private Bauherren müssen sich nach einem Gemeinderatsbeschluss aus dem vergangenen Jahr bei größeren Vorhaben vertraglich verpflichten, zu den Folgekosten einer Bebauung, vor allem zur Schaffung von Kindergarten- und Krippenplätzen, einen Beitrag zu leisten. Ein Vertrag, der das regelt, ist bei größeren Vorhaben Voraussetzung für die Schaffung von neuem Baurecht auf privaten Grundstücken.

Für das Hettlage-Areal, wo nach derzeitigem Planungsstand knapp 200 Wohnungen entstehen sollen, wurde diese Regelung erstmals angewendet. Auch für die Freifläche am Rathaus im nördlichen Teil der Ortsmitte, die in den nächsten Jahren bebaut werden soll, gilt dieser Grundsatzbeschluss.

Details zu einer Bebauung südlich des Maxhofwegs sind noch nicht bekannt. „Es wird aber wohl Geschosswohnungsbau werden“, sagt Neurieds Bauamtsleiterin Dagmar Hasler. Bei 110 neuen Wohnungen und dem daraus resultierenden Mehrbedarf an Kinderbetreuungsplätzen hat das Büro Salm & Stegen einen Betrag von knapp 450 000 Euro errechnet, der sich auf die Bauherren umlegen ließe. Etwa 80 Prozent dieser Summe müssten die privaten Eigentümer gemäß ihrem Anteil an den betrachteten Fläche beisteuern, damit die Gemeinde überhaupt die Aufstellung eines Bebauungsplans beschließen kann. Ob tatsächlich die 110 Wohnungen angestrebt würden, die im Rahmen einer Betrachtung der Freiflächen entlang der M4 und nördlich der Forstenrieder Straße vor drei Jahren als potenziell realisierbar ermittelt worden waren, stehe aber noch nicht fest, so Hasler.

Neben Wohnungen soll auch die Kinderbetreuungseinrichtung der AWO, die derzeit in einem Provisorium an der Zugspitzstraße untergebracht ist, südlich des Maxhofswegs einen Platz bekommen. Auch die Möglichkeit, dass die im Mai gegründete Genossenschaft „Raumneuried“ hier Platz für ein erstes Wohnbauprojekt erhalte, sei denkbar, so Hasler. 

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