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Jan Jungowski vom Verein Kunst & Kultur vor der wegen eines deckenschaden gesperrten Neurieder Mehrzweckhalle. Ein Termin für die Wiedereröffnung ist noch nicht in Sicht.

Schäden an der Decke

Hallensperrung: Zwangspause dauert an

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Die Mehrzweckhalle in Neuried bleibt gesperrt. Nun entscheidet der Gemeinderat, wie es weitergeht. Vor allem Grundschule und „K&K“ schauen dabei genau hin.

Neuried – Die Gemeinde Neuried ist wahrlich nicht von Glück gesegnet. Die neue Mehrzweckhalle, die erst im vergangenen Sommer eingeweiht worden war, weist erhebliche Schäden an der Deckenkonstruktion auf und musste vorläufig gesperrt werden (wir berichteten) – mit erheblichen Folgen: Der Verein Kunst und Kultur in Neuried (K&K) hatte keine andere Wahl, als den Auftritt von Kabarettist Gerhard Polt abzusagen. Die Grundschüler können ihren Sportunterricht ebenfalls nicht in der Halle abhalten.

Kurzfristig ist keine Besserung in Sicht. Zwar plant die Gemeinde, die Halle so schnell wie möglich provisorisch nutzbar zu machen, ehe in den Sommerferien bei Bedarf eine neue Deckenverkleidung eingebaut wird. In den kommenden zwei Wochen passiert aber nichts. „Die Halle bleibt erst mal so, wie sie ist“, sagt Bauamtsleiterin Dagmar Hasler. Am Dienstag, 28. März, müsse der Gemeinderat dann in seiner Sitzung das weitere Vorgehen bestimmen.

Drei Möglichkeiten sieht Hasler in der Causa Hallendecke. Entweder beauftragt die Gemeinde ein neues Unternehmen mit der Reparatur, oder die Baufirma, die für die Errichtung – und voraussichtlich die Mängel – verantwortlich ist, unternimmt selbst etwas. Der dritte Weg sei der juristische, erklärt Hasler. Dann werde ein Beweisverfahren nötig. Sollte die Streitfrage tatsächlich vor Gericht landen, könne sich das Problem in die Länge ziehen.

Unabhängig davon, wie es mit der Halle weitergeht, kann die Gemeinde frühestens im April handeln. Für den Verein K&K ist das eine Hiobsbotschaft. Am 1. April hätte die Zauberer-Gruppierung „Frederic Schwedler & friends“ auftreten sollen. „Die Vorführung findet jetzt mit einem der Bühnengröße angepassten Programm im Pfarrsaal statt“, sagt K&K-Vorsitzender Hans Hobelsberger. „Vorausgesetzt, der Pfarrgemeinderat stimmt zu.“ Da ist er aber zuversichtlich.

Dass das Konzert „Songs für Madagaskar“ am 13. Mai schon wieder wie geplant in der Mehrzweckhalle stattfinden kann, glaubt der Vorsitzende nicht. Daher gibt es auch schon einen Ausweichort: die Pausenhalle. „Da haben wir schon häufiger Konzerte gespielt.“ Anschließend wird das Programm des K&K erst im September fortgesetzt. Hierfür ist Hobelsberger optimistisch: „Ich setze darauf, dass das Problem in den Sommerferien geregelt wird.“

So lange würde Pia Rieger ungern warten. Die Rektorin der Grundschule möchte möglichst keinen Ausfall des Sportunterrichts, sagt aber natürlich: „Die Sicherheit der Kinder hat absolute Priorität.“ Im Moment weichen die Klassen bei schönem Wetter auf den Sportplatz aus. Ansonsten würden die „vorhandenen Räume“ genutzt, etwa die Aula. Kurzfristig könne die Schule den Ausfall der Halle bei sich abdecken. „Wenn die Sperrung langfristig ist, könnte man wieder eine Kooperation mit dem TSV andenken.“

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