Neuried versagt Andreaskirche finanzielle Unterstützung

Neuried - Die Gemeinde Neuried beteiligt sich nicht an der Sanierung der Andreaskirche in Fürstenried. Der Kirchenvorstand ist überrascht.

Die mehr als 1500 evangelischen Christen Neurieds gehören zum Sprengel der Andreaskirche in Fürstenried. Der dortige Kirchenvorstand hatte bei der Gemeinde Neuried einen Zuschuss in Höhe von 50 000 Euro für die Sanierung des Kirchenkomplexes aus dem Jahr 1964 beantragt. Es habe im Vorfeld ein Gespräch mit Bürgermeisterin Ilse Weiß gegeben, so Pfarrer Klaus Meyer. „Es hieß, es sei nur gerecht, wenn die einen 100000 Euro bekommen, die anderen 50000 erhalten“, sagt Pfarrer Meyer und bezieht sich damit auf den vergangenes Jahr abgeschlossenen Neubau der katholischen Kirche St. Nikolaus samt Pfarrzentrum in Neuried. Die Gemeinde schoss 100000 Euro zu.

In den Haushaltsberatungen des Haupt-, Finanz- und Personalausschusses stellte sich das anders dar. Bürgermeisterin Weiß nahm während der Diskussion nicht Stellung. Kein Ausschussmitglied lehnte das Ansinnen der CSU-Fraktion ab, null Euro beizusteuern. „Wir fühlen uns nicht zuständig“, erklärte Markus Crhak (CSU).

Das Neurieder Nein gefährdet das Projekt. Der Kirchvorstand hatte seinen Entschluss zur 1,25 Millionen Euro teuren Sanierung von dem Zuschuss aus Neuried abhängig gemacht. „Unsere Gemeinde gehört nicht zu den reichen Gemeinden in München“, sagt Pfarrer Meyer. „Wir haben sowieso schon Mühe, unseren Eigenanteil aufzubringen.“

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