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Ampel oder Kreisverkehr? Die Ausgestaltung der Kreuzung Neurieder Weg-/ Großhaderner Straße, die derzeit wegen Kanalbauarbeiten teils gesperrt ist, gehört zu den Fragen, die der Gemeinderat im Januar nächsten Jahres zu entscheiden hat.

Ausbau des Neurieder Weges

Teer treibt Kosten auf bis zu 1,4 Millionen Euro

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Gräfelfing - Auch wenn es nicht zu einer Umgehungsstraße kommen sollte, muss der Neurieder Weg erweitert und erneuert werden. Das wird bis zu 1,4 Millionen Euro kosten.

Wann der Neurieder Weg zwischen Großhaderner- und Würmtalstraße von einem staubigen, schmalen Feldweg zur geteerten Ortsverbindungsstraße mutierte, ist nicht bekannt. Heute stauen sich auf dem 450 Meter kurzen Weg, der in der Breite immer noch Pferdefuhrwerken zugemessen ist, täglich viele Tausend Autos im Berufsverkehr. Die Fahrbahn ist nicht nur viel zu schmal, sie ist auch wellig, holprig, löchrig – am Ende.

Schlimmer noch: Sie besteht buchstäblich aus Teer. Das heute als krebserregend gebranntmarkte Material (PAK) fand vor Jahrzehnten flächendeckend im Straßenbau Verwendung. „Beim Neurieder Weg haben wir den worst case“, sagte Bauamtsleiterin Elisabeth Breiter nun in der Sitzung des überörtlichen Ausschusses: Teer in der Fahrbahn, Teer in der darunter liegenden Kiessschicht und Teer sogar in den Grünflächen beidseits der Straße. Sollte sich die Kontamination als so verheerend bestätigen wie befürchtet, würde dies die Baukosten auf bis zu 1,4 Millionen Euro treiben.

Doch es hilft nichts: Die Gemeinde wird den Neurieder Weg ausbauen, weil sie es muss. Für den Berufsverkehr gibt es keine Alternative, ob es zur neuen „kommunalen Entlastungsstraße“ kommen wird oder nicht. In der Sitzung stellte Ingenieur Oliver Krombach seine Pläne für den Neurieder weg vor. Krombach würde eine sieben Meter breite Fahrbahn bauen, auf deren Westseite ein 2,10 Meter breiter Radweg und, baulich davon getrennt, ein 2,5 Meter breiter Gehweg verlaufen würde. Hinzu käme ein Sicherheitsstreifen (0,5 Meter) zwischen Radweg und Fahrbahn. Auf der Ostseite würde sich der Radweg spiegelbildlich wiederholen, ein weiterer Fußweg sei hier nur optional einzuplanen. Bürgermeisterin Uta Wüst und die Gemeinderäte lehnten den zweiten Fußweg schon mal als verzichtbar ab, plädierten aber in der Mehrheit für beide Radwege.

An der Einmündung in die Würmtalstraße soll die Aufstellfläche für die Linksabbieger auf 50 Meter verlängert werden; dass sie heute so kurz ist, stellt einen Hauptgrund für den allmorgendlichen Rückstau bis ins Gewerbegebiet dar.

Eine Diskussion entzündete sich an der Frage, wie die Kreuzung Neurieder Weg/Großhaderner Straße auszubauen sei: ob mit Ampel oder mit einem Kreisverkehr. Für die Verkehrssicherheit und die Radfahrer wäre wohl eine Ampel günstig; für den Verkehrsfluss der Kreisverkehr. Für letztere Variante machten sich zum Beispiel Petra Schmid und Marion Appelmann (beide CSU) stark; für die Ampel plädierte Katharina Weber (Grüne). Thomas Heidenreich (CSU) monierte fehlende Abstimmung mit Planegg und die Festlegung auf eine Ausbaustufe, ohne zuvor die weitreichendere Frage der Entlastungsstraße geklärt zu haben. Bürgermeisterin Uta Wüst sagte zu, die Entscheidung über die Ausbauweise des Neurieder Wegs erst im Januar in der Gesamtschau mit der Entlastungsstraße herbeizuführen.

Martin Schullerus

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