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Weil eine Firma in Insolvenz gegangen ist, ist der ganze Zeitplan beim Bau der Mehrzweckhalle durcheinander geraten. Zum Ärger vieler Beteiligter.

Probleme mit ausführender Firma

Mehrzweckhalle erst im Juni fertig

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Neuried - Es hakt in Sachen neuer Neurieder Mehrzweckhalle. Die Fertigstellung verzögert sich weiter. Überhaupt kostet der Bau Nerven.

Die neue Neurieder Mehrzweckhalle entwickelt sich zum Sorgenkind, die Fertigstellung verzögert sich weiter. Das geht aus einer Mitteilung der Gemeinde hervor. Wie berichtet, meldete die für die Sportgeräte zuständige Firma bereits im Herbst 2015 Insolvenz an und der Auftrag musste neu ausgeschrieben werden. Die neue Firma erledigte die ausstehenden Arbeiten zügig. Allerdings heißt es in der Mitteilung, sei davon auch die Fertigstellung von Böden, Wänden und der Decke abhängig gewesen, die dadurch neu in den Bauablauf eingeplant werden mussten. Dabei, so die Gemeinde weiter, hätten sich nicht alle betroffenen Unternehmen im gewünschten Maße kooperativ gezeigt. Eine Fertigstellung der Halle ist nun für Juni angepeilt.

Das wiederum führt zu schlechter Stimmung beim Verein Kunst und Kultur in Neuried (K&K). Schließlich habe man für Ende April eine hochkarätige Veranstaltung geplant, die nun abgesagt werden musste. Besonders ärgert das Jan Jungowski vom K&K. „Wir haben öfter bei der Gemeinde nachgefragt und immer hieß es, dass es klappt“, sagt Jungowski auf Merkur-Nachfrage. „Und plötzlich hieß es, es klappt nicht.“

Was den Neurieder aber noch mehr aufbringt, ist der seiner Auffassung nach intransparente Umgang der Gemeinde mit dem Thema. Nur auf Nachfrage sei der Baufortschritt in der letzten Bauausschusssitzung überhaupt öffentlich behandelt worden. „Dabei ist das ein so wichtiges Thema, das alle Neurieder betrifft. Ich kritisiere das. Und zwar kräftig“, sagt Jungowski.

Ins gleiche Horn stößt auch die ehemalige Gemeinderätin Ulrike Faulhaber-Hobelsberger, die ihrem Unmut sogar in einem Schreiben an ihre ehemaligen Ratskollegen Luft gemacht hat. „Es stellt sich einmal mehr die Frage, wie ernsthaft die wiederholten Absichtserklärungen zu mehr Transparenz, Offenheit und Bürgernähe (...) umgesetzt werden“, heißt es unter anderem in dem Schreiben an Gemeinderäte.

Faulhaber-Hobelsberger wolle offenbar Öffentlichkeit erzeugen, sagt dazu Bürgermeister Harald Zipfel (SPD) auf Nachfrage. Außerdem sei das Schreiben nur ausgewählten Räten zugegangen. „Das sind schon Merkwürdigkeiten“, so Zipfel weiter. Seiner Meinung nach sei die Kommunikation ausreichend. K & K habe überdies von den Terminen gewusst. „Wir haben halt bestimmte Punkte, die wir nichtöffentlich behandeln. Das muss man uns schon gewähren“, rechtfertigt sich das Gemeindeoberhaupt. Nichtöffentliche Sitzungen seien andernfalls obsolet. Niemandem sei im Übrigen im Vorfeld klar gewesen, dass solch kleine Gewerke einen derartigen Rattenschwanz an Verzögerungen nach sich zögen. „Wir sind bemüht, alles schnell über die Bühne zu kriegen“, betont der Bürgermeister. Der Großteil der Halle sei im April fertig. „Es liegt noch an einer Firma. Wir wollen im Mai fertig sein. Uns wäre eine baldige Einweihungsfeier auch lieber“, sagt Zipfel und räumt ein, dass bei dem Bau so manches unglücklich gelaufen ist. „Das hat schon Nerven gekostet.“

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