Alternatives Verkehrskonzept abgelehnt

Ausbau des Neurieder Weges steckt in der Sackgasse

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Gräfelfing - Wann wird der Neurieder Weg endlich erneuert – und in welcher Ausführung? Diese Frage ist seit Dienstag wieder offener denn je.

Der bisherigen Straßenplanung hatten im Bauausschuss im Juni selbst die Grünen zugestimmt – allerdings unter dem Vorbehalt, „dass die noch durchzuführende Verkehrsuntersuchung zu den Verlagerungspotenzialen zugunsten des ÖPNV keine Anpassungen bedingt“, wie es im Beschluss heißt. Diese Verkehrsuntersuchung jedoch wird es nicht geben; der Gemeinderat lehnte die Auftragsvergabe mit 14:6 Stimmen ab.

Frauke Schwaiblmair (Grüne/Unabhängige) bat und argumentierte mit Engelszungen dafür, das einzige eingegangene Angebot für eine Untersuchung „alternativer Verkehrskonzepte“ im Gewerbegebiet anzunehmen. Eine solche Zielrichtung habe man sich bisher nicht angeschaut. Schwaiblmair an die Adresse der Ratskollegen: „Lassen Sie doch diese Chance nicht vorübergehen.“

Eine große Mehrheit sah das anders. Günter Roll (BVGL) sprach von „überflüssigem Geldausgeben“; man habe schon genügend Verkehrsstudien in der Schublade. Marion Appelmann (CSU) fand die Untersuchung mit 32 000 Euro „wahnsinnig teuer“, Hans Furbach (AIG) nannte sie „unverschämt teuer“.

Petra Schmid (CSU) bekannte, auch inhaltlich Probleme mit der Untersuchung zu haben. Bei der „Schwammigkeit des Auftrags“ gleiche die Untersuchung eher einer „Beschäftigungstherapie“. Zudem seien Fahrradwege ohnehin schon vorgesehen.

Bürgermeisterin Uta Wüst warb für die Untersuchung; es sei „wünschenswert, sich das genauer anzuschauen“. Und Mathias Pollok (IGG) erwartete sich von der Studie, der er ein „günstiges Preis-Leistungs-Verhältnis“ attestierte, gar eine „Aufwertung des Gewerbegebietes“. Doch bei der Abstimmung votierten nur IGG, Uta Wüst und Frauke Schwaiblmair für die Studie.

Damit ist freilich auch klar: Der Beschluss zum Ausbau des Neurieder Weges ist nicht umsetzbar und damit wirkungslos. Und der Gemeinderat steckt bei der dringlichsten Straßenbaumaßnahme des Ortes in einer Sackgasse.

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