BMW rauscht in die roten Zahlen - Verlust schlimmer als befürchtet

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Nicht immer mit den Genossen einverstanden

- Altbürgermeister Fritz Baumgartner für 50 Jahre Mitgliedschaft in der SPD geehrt

VON BENEDIKT GARSKY Neuried - Ein halbes Jahrhundert ist Fritz Baumgartner der Neurieder SPD treu. Anlässlich dieses Jubiläums wurde am Mittwochabend zu einem Dinner in den Gasthof Lorber geladen. Eine Urkunde und einen goldenen Anstecker gab es für den Jubilar. Der Landtagsabgeordnete Peter Paul Gantzer hielt die Laudatio, die Baumgartner sichtlich ergriff. "Ich bin nicht nur als SPDler hier, sondern auch als einer deiner besten Freunde", so Gantzer.

An diesem Abend gab es aber noch weitere Ehrungen. Gisela Baumgartner, Irmgard und Richard Ebert feierten ihre 30-jährige Partei-Mitgliedschaft. Doch die ganze Aufmerksamkeit fiel auf den Bürgermeister von 1972 bis 1978. Der Rummel um seine Person ist ihm sichtlich unangenehm, denn im vergangenem Jahr feierte er seinen 80. Geburtstag, und zudem wurde ihm der Titel Altbürgermeister verliehen.

"Als ich damals Neuried übernahm, war nichts vorhanden. Nur einer zahlte Gewerbesteuer, und Projekte wie Mehrzweckhalle mussten vorankommen", erzählt Baumgartner. Während seiner Amtszeit betrieb er eine starke Expansionspolitik. Zu seinen Schwerpunkten zählte das Ortsentwicklungskonzept, die Wohnsiedlung Haderner Winkel, Schule, Kindergarten und Mehrzweckhalle. Schon damals gab es den Plan für die Umgehungsstraße M 4.

Zweimal in Folge verlor er die Bürgermeisterwahl nur knapp. "Aber das war nicht schlimm, schließlich hatte ich genug getan", erzählt der Jubilar. Bis 1998 saß Baumgartner noch im Gemeinderat, wurde aber dann von seinem Sohn Thomas abgelöst. Bis heute ist er noch aktiv in der Ortsvereinsarbeit. Schmunzelnd blickt Baumgartner auf die Bundespolitik: "Sie brauchen nicht zu glauben, dass ich immer mit dem einverstanden bin, was die Genossen da fabrizieren."

Trotz Kriegsgefangenschaft ("Mir sind sieben Jahre einfach weggenommen wurden") ist Baumgartner glücklich über sein Leben. Bei Bratnockerlsuppe und Schweinelendchen diskutierten die Neurieder Sozialdemokraten noch eifrig über die vergangenen Jahre. Gerne lauschten die Gäste so manchen Anekdoten des Altbürgermeisters.

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