Nina Ruge und die Suche nach der Luft zum Leben

- Moderatorin stellt ihr Kinderbuch "Lucy im Zaubergarten" vor

VON NINA HÖHLEIN Pasing - "Alles wird gut." Das gilt auch für Lucy. Und Lucy spielt in Nina Ruges neuem, im Heyne-Verlag erschienenen Kinderbuch "Lucy im Zaubergarten" die Hauptrolle. Nach "Mira May und das Zauberhandy", ihrem ersten Roman für Kinder und solche, die es geblieben sind, lässt die "Leute Heute"-Moderatorin über Heldin Lucy mit Adlatus Wildhasen Hasi ihrer Phantasie wieder freien Lauf. In der Pasinger Fabrik durften Ruge-Fans, Bücherwürmer und Pressevertreter Auszüge aus 350 Seiten geheimnisvoller Pflanzenwelt hören, vorgelesen von Nina Ruge selbst.

Lucy ist zwölf Jahre alt - so alt wie ihre Leserschaft - und wohnt mit ihren Eltern nebst Schwester in einem alten Fachwerkhaus inmitten eines verwunschenen Gartens mit Klosterruine. Blüten treibt nicht nur Lucys Phantasie, als sie anfängt, Pflanzen aller Art sprechen zu hören, sondern auch Ruges blumig-bildhafte Sprache, die bisweilen hastig bis ironisch anklingt. Lucy, die rehäugige Tagträumerin, versucht berauscht vom Schutztrunk, das Klostergeheimnis zu lüften und muss sich dabei mit allerlei skurrilen Gestalten wie dem Abt Hieronymus, dem Volk der Gnarze oder dem imposanten Wipfelgott auseinander setzen. Will man "Wipfelgott" wörtlich nehmen - "Wenn die Luft nicht alle sieben Jahre erneuert wird, geht uns allen die Puste aus" - klingen hier durchaus erzieherisch-ökologisch bis humanistische Grundgedanken an.

Viele in sich verflochtene Handlungsstränge laufen "auf der Suche nach der Luft zum Leben" zusammen, so die Autorin, die sich weniger bei der Phantasiearbeit als beim Entwurf des narrativen Strickmusters von Dramaturgen unterstützen ließ. Die Inspiration zum Buch lieferte der Film "Die wunderbare Welt der Amelie", während bei Ruges Joggingrunde die "Idee entstand, die Pflanzen könnten sich gegen das Böse verbünden".

Bekennende Pflanzennärrin

Ruge bezeichnet sich als Pflanzennärrin. Schon als Biologiestudentin habe sie stets auf ihren Studentenexkursionen im VW-Bus Pflanzenbestimmungsbücher mit dabei gehabt. In ihrem Buch lässt sie nicht nur die Pflanzen als individuelle Figuren mit eigenem Profil sprechen, sondern bietet den jungen Lesern im Anhang ihres Buches ein Glossar zu Pflanzen, Kristallen und Steinen an.

Bücher zu schreiben macht Ruge Spaß. "Hier darf ich einfach spinnen und magische Welten entstehen lassen", freut sich die ZDF-Moderatorin, die 1987 die Lehrerlaufbahn für die TV-Karriere aufgegeben hatte und sich mit ihrem Buch "Alles wird gut - Beflügelnde Worte" auf dem Buchmarkt einen Namen gemacht hat.

Im Anschluss an die Lesung, deren Erlös UNICEF zufließt, wurden drei Gewinner ihres Buch-Quizes bekannt gegeben. Mit Azalee für die Kinderzimmer-Frischluft und einem Exemplar "Lucy im Zaubergarten" verließen die jungen Leseratten das mit Bäumen, Kübelpflanzen und Kalebassen (grüne Kürbisart) geschmückte Podest, dass anschließend zur Signierstunde freigegeben wurde. Auf die MTV-Moderatorin Anastasia warteten die jungen Gäste vergeblich. Sie war krank. Für sie sprang Ruges Lektorin ein.

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