Amtsinhaber und Wunschnachfolger: Bürgermeister Christoph Göbel (links) gratuliert seinem guten Freund und Stellvertreter Peter Köstler zu dessen einstimmiger Nominierung durch den Gräfelfinger CSU-Ortsverband. Foto: denise Höfle

CSU nominiert Peter Köstler zum Bürgermeisterkandidaten

Gräfelfing - Peter Köstler darf sich im aufziehenden Kommunalwahlkampf der geschlossenen Unterstützung seines CSU-Ortsverbandes sicher sein. Einstimmig wählten die Mitglieder den 40-jährigen Diplomkaufmann jetzt zu ihrem Bürgermeisterkandidaten für 2014.

Die Wahl war keine Überraschung. Bedingt durch die früh bekannt gemachte Kandidatur von Amtsinhaber Christoph Göbel zum Münchner Landrat, teilte dieser schon im vorigen Jahr mit, dass 2. Bürgermeister Peter Köstler sein Wunschnachfolger sei. Und der CSU-Vorstand designierte Köstler postwendend. Gleichwohl gelang es den Christsozialen am Mittwochabend im Pschorrhof, den notwendigen formalen Akt der offiziellen Nominierung zu einem echten Wahlkampfauftakt für sich zu nutzen. Peter Köstler hielt eine Rede, deren drei Zutaten strukturierte Programmatik, christlich-soziale Wertvorstellungen und menschlich-persönliche Selbstdarstellung den Mitgliedern runter gingen wie Öl: stehender Applaus.

Zuvor hatte der Amtsinhaber schon kräftig vorgelegt. Christoph Göbel sagte, Peter Köstler habe „sehr großen Anteil an Gräfelfings erfolgreichem Kurs in den letzten Jahren“. Sein Stellvertreter stehe für „Kontinuität, hohes Fachwissen und Herzblut für Gräfelfing und seine Menschen“. Göbel: „Peter Köstler beweist als 2. Bürgermeister tagtäglich, dass Gräfelfing und Lochham sein Programm sind.“ Vor allem betonte Göbel Köstlers lebensnahe, soziale Ausrichtung: „Gräfelfing hat es gerade als außerordentlich erfolgreiche Kommune verdient, ein klares soziales Gewissen zu haben.“ Nicht umsonst suchten heute schon Bürger Peter Köstler mit ihren Sorgen und Nöten gezielt auf.

In seiner Rede stellte Peter Köstler fest: „Als Nachfolger von Christoph Göbel findet man wirklich ein bestelltes Haus vor“ - ob das nun den Bereich der Kinderbetreuung oder der Wirtschaftspolitik betreffe. Daher werde sich mit ihm als Bürgermeister „an den Zielsetzungen, zum Wohl der Menschen zu wirken, nichts ändern“. Köstler: „Aber jeder von uns ist eine eigene Persönlichkeit mit eigener Handschrift und Art.“

Als politische Schwerpunkte nannte Köstler Sachthemen wie Bildung und Betreuung, Infrastruktur, Verkehr und Energiewende. Hinzu komme das „besonders wichtige Anliegen einer sozialen Gesellschaft“. So wolle er auf die Verbesserung der Wohnraum-Situation achten. Und schließlich betonte Köstler die Bereitschaft und Notwendigkeit, Politik gemeinsam zu gestalten, das Gemeinwohl vor Eigeninteressen zu stellen - „und das nicht nur zu Zeiten von Krisen und Hochwasser“.

Peter Köstler ist gebürtiger Lochhamer. Er ist verheiratet, arbeitet als beratender Diplomkaufmann, ist Mitglied in allen großen Gräfelfinger Vereinen, Pfarrgemeinderatsvorsitzender von St. Johannes und gehört seit 2002 dem Gemeinderat an. Seit 2008 ist Peter Köstler 2. Bürgermeister von Gräfelfing.

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