In Oberbrunn ist es so ruhig wie nie

- Straßensperrung hat Vor- und Nachteile

VON CHRISTINE CLESS-WESLE Oberbrunn - So ruhig wie nie ist es momentan in Oberbrunn: Weil die Asphaltschicht des Straßenbelags erneuert wird, ist die Zufahrt an der Waldkreuzung gesperrt. Zusätzlich halten die laufenden Arbeiten des Würmtalzweckverbands für Abwasserkanal und neue Wasserleitung den Durchgangs- und Schwerlastverkehr fern.

"Wir merken jetzt, wie viel Verkehr durch unsere Ortschaft kommt und wie dringend der Bau der Umgehungsstraße wäre", sagt Ghita Hey. Den einzigen Lärm, so die Oberbrunnerin, die an der Straße nach Hochstadt wohnt, verursache tagsüber der Presslufthammer. Die Umleitungen ohne Schwerlastverkehr im Dorf haben aber ihren Preis. Auch die Oberbrunner müssen Umwege in Kauf nehmen: "Von Oberbrunn nach Söcking fahre ich normalerweise fünf Minuten", so Hey, "und jetzt ist es eine kleine Weltreise".

"Wir haben die Zeit der Straßensperrung genutzt", so Josef Mittermayr, technischer Leiter des Würmtalzweckverbands (WZV) in Planegg. Damit sich die Umleitungsphase nicht zu lange hinzieht, hat sich der WZV am Zeitplan des Straßenbauamts München orientiert. Die Kanalbauarbeiten und das Verlegen der Wasserleitung an der Staatsstraße durch Oberbrunn werden parallel zu den Asphaltarbeiten an der Waldkreuzung durchgeführt. Mit den beteiligten Firmen sei eigens Urlaubssperre vereinbart worden. "Ende dieser Woche" wird das Straßenbauamt die Sperrung der Staatsstraße ab Waldkreuzung Richtung Oberbrunn aufheben, so Mittermayr. Er rechne damit, dass am Mittwoch die Asphaltarbeiten mit einspurigem Verkehr auf der Oberbrunner Hauptstraße beendet sind.

Bekanntlich baut der Würmtalzweckverband derzeit für zwei Millionen Euro ein Abwasserkanalnetz in Oberbrunn und Hausen. Gleichzeitig wird die 100 Jahre alte Wasserleitung erneuert. "Ende 2004", so Mittermayr, sind die Hauptarbeiten für den Abwasserkanal erledigt und die neuen Wasserrohre verlegt - auch in den Nebenstraßen.

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