Am ökumenischen Stammtisch Berührungsängste abbauen

Krailling - Die andere Konfession beschnuppern oder einfach neue Freunde kennen lernen, die auf gleicher Wellenlänge liegen: Es gibt viele Gründe, am ökumenischen Stammtisch teilzunehmen.

„Alle sind herzlich eingeladen“, versichert Pia-Maria Heizer. Die Ex-Pfarrgemeinderatsvorsitzende von St. Elisabeth zählt mit Christa Wiest aus Krailling zu den Initiatoren des runden Tischs. Treffpunkt ist der Alte Wirt in Krailling, wo an jedem zweiten Donnerstag im Monat um 18 Uhr reservierte Plätze warten.

„Beim letzten Mal kamen 19 Leute“, sagt Heizer. Das Pilotprojekt, auf die Beine gestellt von Gemeindemitgliedern der Planegger Kirchen, findet Zuspruch. „Es sind Leute mittleren Alters dabei, aber auch Ältere.“ Sinn und Zweck sei, sich besser kennen zu lernen, ungezwungen miteinander zu plaudern. Über das Tagesgeschehen, über lokale Nachrichten, vielleicht auch über die Kirchen. Wiest betont, dass auch Alleinstehende in dieser Runde gut aufgehoben seien.

Entstanden ist die Idee zum Stammtisch, weil die Teilnehmer der ökumenischen Reisen sich nicht aus den Augen verlieren wollten. „Und für manche, die auf der Reise nicht dabei sein können“, ergänzt Wiest, „ist das monatliche Treffen eine Chance, auf diese Weise mitzumischen“.

Einige Gäste haben auch bestimmte Anliegen. Für Oskar Häckel von der Waldkirchen-Gemeinde ist es wichtig, dass Planegger, Stockdorfer, Pfarreiangehörige von St. Elisabeth und Waldkirche oder Apostelkirche und St. Vitus, ihre gegenkonfessionelle Partnergemeinde besser verstehen lernen. „Wir müssen Unterschiede wahrnehmen und notgedrungen akzeptieren“, sagt der Kraillinger. „Hier sind ja leider den Laien die Hände gebunden.“

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