Open-Air am Eichendorffplatz: Klangfeuerwerk unter Sternenhimmel

Gräfelfing - Mehr als 3000 Besucher kamen am Samstag zum Eichendorffplatz, um die Open-Air-Aufführung der "Carmina Burana" mitzuerleben. Er war der kulturelle Höhepunkt des Jubiläumsjahrs.

Mehrere Veranstaltungen haben in der Gemeinde Gräfelfing bereits derer ersten schriftlichen Nennung vor 1250 Jahren gedacht. Das Open-Air am Eichdorffplatz zählte mit 200 Mitwirkenden zu den größten. Nach dem Auftakt durch akustische Pyrotechnik in Gestalt der „Feuerwerksmusik“, die der Großveranstaltungsmeister Georg Friedrich Händel schon vor 264 Jahren für eine Siegesfeier seines Königs geschrieben hatte, eröffnete Bürgermeister Christoph Göbel vor mehr als 3000 erwartungsvollen Zuhörern unter glückhaft wolkenlosem Sommerabendhimmel den eigentlichen Jubiläums-Monat. Er bedankte sich bei den größtenteils ehrenamtlichen Mitwirkenden und Helfern für ihren Einsatz, das Mammut-Projekt in die Realität umzusetzen, unermüdlich angetrieben vom Gräfelfinger Musiker Hubertus Brandts.

Das klangstarke Orchester, bestehend aus dem Daimler-Orchester München sowie Mitgliedern der Münchner Hochschule für Musik und Theater und benachbarter Musikschulen und Kammerorchester, bekam Verstärkung durch einen ebenso kraftvollen Projektchor, der sich seinerseits aus dem Vokalensemble Würmtal und den AmazSingers (Gunnar Mühling), der Capella nova (Roger Hefele) und dem Schulchor des Kurt-Huber-Gymnasiums (Jürgen Koldt) zusammensetzte. Mit dem Hochschuldozenten Norbert Groh, unterstützt von Esther Schöpf als Konzertmeisterin, ergriff ein auch im Umgang mit Laienmusikern äußerst versierter Künstler den Dirigierstab. Mit bewundernswerter Sicherheit und Flexibilität gelang es ihm, den riesigen Klangkörper präzise zu steuern. Erstklassige Interpretation präsentierten auch die Solisten Matthias Ludwig (Bariton), Sandro Schmalzl (Tenor) und die ganz kurzfristig eingesprungene Sopranistin Frauke Burg.

Open-Air-Aufführung der Carmina Burana

Open-Air-Aufführung der Carmina Burana

Doch nicht nur die Ohren der versammelten Festgemeinde bekamen ihren Schmaus, sondern auch die Augen, und zwar durch die kongeniale Ballett-Choreografie des Tanzforums München, inszeniert und mitgetanzt von Eckhard Paesler und ebenfalls hochprofessionell ins rechte Licht gerückt von der Lichtregie der Veranstaltungstechnik. Auch hier war das Glück den Gräfelfingern wieder hold, indem der Ausfall des Stromaggregats punktgenau erst nach dem Schlussapplaus eintrat.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Das Bürgerbegehren ist unzulässig
Das Bürgerbegehren ist unzulässig
Gräfelfing rechnet mit 169 Mio. Euro aus Gewerbesteuer
Gräfelfing rechnet mit 169 Mio. Euro aus Gewerbesteuer
Die aktuelle Entwicklung im Würmtal
Die aktuelle Entwicklung im Würmtal
Freude überwiegt bei Grundsteinlegung
Freude überwiegt bei Grundsteinlegung

Kommentare