Am Stand des Büros Pesch und Partner sammelten sich beim jüngsten Bürgerforum Martinsrieder, um über den Entwurf zu diskutieren. a-foto: rutt

Ortsmitte Martinsried: Entwurf sieht vier Begegnungsorte vor

Martinsried - Die ersten Archtitekten-Entwürfe für die Ortsmitte Martinsried liegen vor. Der Münchner Merkur beleuchtet die Ideen der Planer im Einzelnen. Heute: Das Konzept von Pesch und Partner.

Die Architekten des Büros Pesch und Partner aus Stuttgart unterstreichen nochmals den Handlungsbedarf: Martinsried müsse sich vernetzen und eine schöne räumliche Struktur erhalten. Denn die heute nebeneinander bestehenden Ortsbereiche, die sich bisher unaufhaltsam aber unkoordiniert weiterentwickelt haben, werden wachsen.

Die Planer gehen davon aus, dass zu den 8000 im Ort arbeitenden und den 4000 an den Universitätseinrichtungen tätigen Menschen bis 2025 weitere 1700 Arbeitnehmer und 2000 zusätzliche Studenten kommen.

Im vorgstellten Entwurf steht die Gestaltung von Plätzen und Wegen im Vordergrund. Ziel ist die bessere Vernetzung räumlich separierter Funktionsbereiche. Campus, Gewerbe- und Wohnbereiche erhalten eigene Zentren, die über Wegeverbindungen in Beziehung gesetzt werden. Die besondere Betonung liegt auf der Ost-West-Achse, über die heute noch der Hauptverkehrsstrom läuft. Der Bereich, in dem Fraunhofer- und Röntgenstraße parallel verlaufen, wird in Peschs Entwurf zu einer weitgehend für Fußgänger reservierten Freifläche, die von ausladenden Baumkronen überspannt einer „grünen Halle“ gleicht. Östlich angrenzend, wird die Freifläche an der Lena-Christ-Straße aufgewertet. Im weiteren Verlauf komplettiert eine künstliche Wasserfläche die Ost-West-Verbindung und schließt die Lücke bis zum U-Bahnhof. Der Bereich um die Wasserfläche hat für die Planer aus Stuttgart eine besondere Bedeutung. Er dient vom Campus oder aus der U-Bahn kommend als „Entrée“ nach Martinsried und stellt gleichzeitig den Schnittpunkt zwischen der Ost-West-Verbindung und der sogenannten „grünen Fuge“ dar.

Die Planer legen zwischen das Campus-Gelände und die anderen Ortsteile einen unbebauten Grünzug, der sich von der Würmtalstraße bis zum Nordrand des Fürstenrieder Waldes erstreckt. Kleine Haine sowie Sport- und Freizeitflächen werden von Fußwegen durchquert. Durch den Schnittpunkt der beiden Achsen läuft die „Großhaderner Alle“, ein Fußgängerweg, der mit dem Kirchplatz und der Mensa zwei von „vier Mitten“ verbindet. Die „Mitten“ sollen öffentliche Begegnungsorte sein. Neben dem Kirchplatz und der Mensa müsse man noch überlegen, welche Orte sich für solche zentralen Plätze eignen.

Verkehrsfragen erörterten Pesch und Partner bei der Vorstellung ihres ersten Entwurfes weniger ausführlich als die anderen Bewerber, denken aber für die Hauptströme eine Durchstichslösung zwischen Fraunhofer- und Röntgenstraße an.

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