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Sauna-Szenen hat die Künstlerin Mariele Berngeher auf das Motivseidenband zum Herausziehen gemalt. Das dazugehörige Doppeldotter-Ei stammt von einer Ente.

Zerbrechliche Kunstwerke

Ei, wie schön

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Gräfelfing - Das Ei ist ungebrochen populär – und das nicht nur auf dem Frühstückstisch. Als Kunstobjekt begeistert es Sammler.

Im Bürgerhaus werden an diesem Wochenende wieder handwerkliche Meisterstücke gezeigt und ihren Besitzer wechseln. Ob in barocker Lüftl-Technik gefertigt, oder als Bandel-Ei mit Bildergeschichten zum Kurbeln versehen. Ob geätzt, gefräst oder als Scherenschnitt. Liebhaber kommen hier auf ihre Kosten und reisen für die vielseitigen Kunstwerke aus allen Himmelsrichtungen an.

Waltraud Kuchenbecker zieht freudig von Stand zu Stand im Gräfelfinger Bürgerhaus. Die Frau aus Eichenau (Fürstenfeldbruck) liebt das Antike. „Ich sammle alles, was schön und alt ist“, sagt sie und schiebt lachend hinterher: „Seit ich 15 Jahre alt bin.“ Fündig wird die 69-Jährige dabei auch fast immer auf der Ostereierausstellung in Gräfelfing. Heute hat sie unter anderem bereits ein Ei aus Lebkuchenteig erstanden. Und hadert noch mit sich, ob sie bei einem wunderbar bemalten Glas-Ei zuschlagen soll. „Das war Liebe auf den ersten Blick“, sagt Kuchenbecker schmunzelnd. Ihr Geldbeutel sei zwar schon beängstigend leer. „Aber ich ärgere mich nur, wenn ich es nicht kaufe.“

Ganz besonders freut das Einkaufsfieber der Besucher Edith Pfister. Sie veranstaltet die Ausstellung und teilt die Leidenschaft der Sammler. Sie liebe die Filigranarbeit, mit der die Eier hergestellt würden, und die schier unbegrenzt unterschiedlichen Handwerkstechniken. Da sei etwa das geätzte Emu-Ei mit Blüten, Tierkreiszeichen oder Darstellungen aus der Mythologie, die zwei ungarische Künstler fertigen. Oder das Ei im Tiffany-Stil mit Edelsteinen besetzt und Blattgold überzogen. Reizvoll und unheimlich arbeitsintensiv sind fast alle Varianten, erklärt Pfister und schwärmt: „Aber auch unheimlich dekorativ“. Kein Wunder also, dass Sammler auch gerne mal mehrere hundert Euro für die Objekte ihrer Begierde hinlegen.

Info:

Die Ausstellung ist am Samstag von 11 bis 18 Uhr sowie am Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet drei Euro.

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