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Anstoßen auf den 85.: (v.r.) Pfarradministrator Jürgen Rintelen mit Peter Köstler und seinem Freund Prälat Erich Pflanzelt, mit dem er gemeinsam die Priesterweihe erhielt.

Pfarradministrator Jürgen Rintelen feiert Geburtstag

Mit 85 naht der Ruhestand

Lochham - Feste muss man feiern, wie sie fallen. Ganz besonders gilt dies, wenn es sich um den 85. Geburtstag des Pfarreradministrators von St. Johannes Evangelist in Lochham, Jürgen Rintelen, handelt.

„Er gehört sicher zu den ältesten Priestern, die noch eine Pfarrei leiten“, sagt Christoph Kappes, Pressesprecher des Erzbischöflichen Ordinariates in München über Jürgen Rintelen. Jetzt fiel der Geburtstag auf Palmsonntag, den Beginn der Karwoche. „Da feiert man eigentlich nicht“, sagt der Vorsitzende des Pfarrgemeinderates, Peter Köstler. Doch der Pfarrgemeinderat habe beschlossen, den Geburtstag keineswegs unter den Tisch zu kehren. Dem Jubilar zur Ehre gab es nach dem Sonntagsgottesdienst einen kleinen Stehempfang. Rintelen leitet die Pfarrei schließlich seit bald 43 Jahren. Aufgrund seines hohen Alters lautet sein Titel seit nunmehr zehn Jahren Pfarradministrator und nicht mehr Pfarrer. „Seit zehn Jahren geht er eigentlich in den Ruhestand“, erzählt Köstler und meint: „Es ist bewundernswert, wie er das noch alles schafft“.

Jetzt naht der Ruhestand allerdings tatsächlich. Im September übernimmt Markus Zurl die Pfarrei. „Es ist kein Abschiedsfest“, sagt Peter Köstler ausdrücklich über die Feier am gestrigen Sonntag. Es sollte dabei rein um den Geburtstag gehen, dennoch wünsche er dem 85-Jährigen „alles Gute für seinen neuen Lebensabschnitt“. Rintelen will sein Leben ab Herbst etwas ruhiger angehen, denn er sagt, „ich merke schon, dass ich nicht mehr alles schaffe“. Doch für sein Alter schafft der gebürtige Leipziger noch eine Menge. „Viele sagen, der sieht nicht aus wie 85, und läuft auch nicht wie 85“, so Köstler.

Und in der Tat ist Jürgen Rintelen rüstig. Er ist nicht nur der Pfarrer von St. Johannes Evangelist in Lochham. Parallel dazu ist er seit 1962 Redaktionsmitglied der Zeitschrift „Mitten in der Welt“. Die ersten 150 Hefte der Vierteljahresschrift hat er verantwortlich betreut. Jetzt habe er sich etwas zurückgezogen, so Rintelen. Die Zeitschrift erscheine nur noch einmal im Jahr. Aber: „In der Redaktion bin ich immer noch dabei“, sagt er. Eine wichtige Person für Rintelen ist Charles de Foucould. „Ich versuche, seit 60 Jahren auf meine Weise seinen Spuren zu folgen.“ Auch in der Zeitschrift gehe es um den französischen Priester, Mönch und Eremiten Charles de Foucould und die Verbreitung seiner Spiritualität.

Was seine Zukunft betrifft, will Rintelen keineswegs als Eremit seiner Wege gehen. Er hofft auf einen Platz im Gräfelfinger Altenheim St. Gisela, deren Bewohner er bereits jetzt seelsorgerisch betreut.

vs

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