Ein Pfarrer für zwei Gemeinden: Dekan Stefan Reimers (r.) führte Thomas Krusche (li.) in sein neues Amt in der Waldkirche ein. Foto: dr

Pfarrer Thomas Krusche in Amt eingeführt

Planegg - Die evangelische Gemeinde der Planegger Waldkirche hat am Sonntag die Amtseinführung von Pfarrer Thomas Krusche gefeiert. Der Stockdorfer Seelsorger der Apostelkirche betreut ab sofort auch den Sprengel Krailling. Angehörige beider Würmtalgemeinden begleiteten den Neustart.

Der Gospelchor verlieh dem Festgottesdienst sofort eine fröhliche Note, mit der zündenden Fanfare „Oh Happy Day“ gaben die Sänger die Tageslosung aus. Für die Waldkirche ist die Einführung von Pfarrer Krusche ein freudiges Ereignis. Etwas schwerer tut sich die Gemeinde der Stockdorfer Apostelkirche, muss sie doch von nun an ihren Pfarrer mit der Nachbargemeinde teilen. Dies ist die Folge der Streichung von je einer halben Stelle in Planegg und Stockdorf im Zuge der Umsetzung des Landesstellenplans von 2010.

In der Waldkirche sei das Kommen und Gehen innerhalb der letzten zwei Jahre damit zu einem guten Abschluss gebracht, sagte Dekan Stefan Reimers, er hoffe, dass die Seelsorger nun in „ruhigerem Fahrwasser“ arbeiten können. Reimers signalisierte zugleich Verständnis an die Adresse Stockdorfs, sieht im „schmerzhaften Aufbruch“ jedoch auch eine Chance. „Wir erfahren wieder einmal, dass sich Kirche nicht auf die eigene Gemeinde beschränkt.“ Waldkirche und Apostelkirche seien nun Geschwister, die einander mit ihrer jeweiligen Stärke bereichern, aber auch in ihren Schwäche stützen sollten. In Pfarrer Krusche habe die Waldkirche einen „zuverlässigen und gelassenen Partner“ gefunden. Der Dekan verschwieg aber nicht, dass beide Gemeinden liebgewonnene Gewohnheiten aufgeben müssten. „Zu den Bedingungen der Stellenkürzung gehört, das eine oder andere Angebot zu einem guten Ende zu bringen.“

Der geschäftsführende Pfarrer an der Waldkirche, Bernhard Liess, hob die Anwesenheit des Stockdorfer Kirchenvorstands besonders hervor. „Ich freue mich auf die Kooperation“, sagte Liess. Er begrüßte auch Pfarrer Anicet Mutonkole von St. Elisabeth und die „kommunale Dreieinigkeit“, die Bürgermeisterinnen Annemarie Detsch (Planegg), Christine Borst (Krailling) sowie den stellvertretenden Landrat und Gräfelfinger Bürgermeister Christoph Göbel. In Hinblick auf seinen neuen Amtskollegen und die Annäherung der beiden Pfarrgemeinden zeigte sich Pfarrer Liess zuversichtlich. Er bezeichnete die Amtseinführung als den „Beginn einer wunderbaren Freundschaft“ . eb

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