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Die Pflegekräfte im Planegger Altenheim, hier Karin Groß, verdienen schon länger mehr als 8,50 Euro pro Stunde.

Mindestlohn

Pflegepersonal zum Mindestlohn nicht zu haben

Würmtal – Seit dem 1. Januar gilt  der Mindestlohn von 8,50 Euro. Pflegedienste im Würmtal müssen längst mehr bezahlen.

Die 14 Mitarbeiter des Ambulanten Pflegedienstes Gräfelfing bekommen mindestens elf Euro pro Stunde. „Wir hätten sonst auch gar keine Chance, geeignetes Personal zu finden“, sagt Christina Schmidt, die für die Verwaltung zuständig ist. Für die schwere körperliche Arbeit und die Verantwortung, die man als Pflegekraft trägt, sei der Mindestlohn viel zu niedrig. Der Gräfelfinger Pflegedienst rechnet mit den Krankenkassen ab. Reicht das Pflegegeld, das den Patienten, zusteht, nicht aus, muss der Betroffene selbst für die Kosten aufkommen. ,,Es ist gut möglich, dass durch den Mindestlohn die Kosten für die Patienten steigen“, so Schmidt. Eine Folge sei vermutlich mehr Schwarzarbeit, mit der Betroffene verhindern wollen, sich die Pflege irgend-wann nicht mehr leisten zu können. „Das könnte vor allem in der 24-Stunden-Pflege der Fall sein.“

Das vermutet auch Katharina Bootsmann, die in Gräfelfing den ambulanten Pflegedienst „Smile and Care“ leitet, „Wer rund um die Uhr versorgt werden muss, sucht sich eher jemanden, der schwarz arbeitet“, so Bootsmann. Ihre sieben Angestellten, darunter vier Vollzeitkräfte und zwei Aushilfen, profitieren von einer übertariflichen Bezahlung. So verdienen staatlich geprüfte Pflegekräfte 16 Euro, Hilfskräfte 12,50 Euro pro Stunde.

„Wer gute Leute haben will, muss sie auch gut bezahlen“, lautet Bootsmanns Credo. Viele ihrer Mitarbeiter seien alleinstehend und auf ein angemessenes Gehalt angewiesen. Zumal München ein teures Pflaster sei. „Der Mindestlohn reicht vielleicht gerade mal für Miete und Versicherung.“

Gegen Bewerber aus dem Ausland hat Katharina Bootsmann nichts einzuwenden. Sofern sie der deutschen Sprache mächtig sind. „Alles andere wäre für unsere Patienten nicht zumutbar“.

 Viele Betroffene, die zu Hause versorgt werden wollen, suchen sich Hilfe aus dem Ausland. Ulrich Spies, Heimleiter des Planegger Alten- und Pflegeheimes, steht solchen Angeboten kritisch gegenüber. Vor allem, wenn die Betreuer, die meistens aus Osteuropa stammen, keine ausgebildeten Pfleger sind, „Da sollte man vorsichtig sein“, rät Spies. Seine Mitarbeiter verdienen mindestens zehn Euro pro Stunde und liegen damit ebenfalls über den ab sofort geltenden 8,50 Euro. Dass die Pfleger über eine entsprechende Ausbildung verfügen, kann den Bewohnern des Altenheimes das Leben retten. So gehen einem Schlaganfall oder Herzinfarkt in der Regel bestimmte Anzeichen voraus. Spies: „Weil unsere Pflegekräfte geschult sind, können sie in so einer Situation, sofort reagieren“.

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