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Kennt die besten Schwammerlplätze im Würmtal: Katharina Drews kehrt oft mit einem Korb voller Steinpilze zurück. Woher die Ausbeute stammt, verrät sie nicht.

Pilzsammler auf Beutezug

Martinsried - Pilze satt im Würmtal: Wenn das Martinsrieder Ehepaar Drews auf Beutezug geht, kehrt es mit vollen Körben zurück. Welche Sorten man momentan in Würmtaler Wäldern findet:

„Es gibt Steinpilze ohne Ende“, freut sich Kurt Drews. Die Witterung liefere hervorragende Bedingungen. „Wegen der Nässe und der nicht zu heißen Temperaturen ist der Boden ideal für das Wachstum der Schwammerl.“

Auch voriges Jahr hatten die Pilz-Sammler ihre wahre Freude. „Da haben wir so viele gefunden, dass wir eine Menge hergegeben haben“, sagt Drews, der seit 20 Jahren in die Schwammerl geht. „Heuer ging die Saison sogar noch früher los.“ Das lockt ihn und seine Frau oft mehrmals pro Woche in die Würmtaler Wälder – wohin genau, das ist geheim. „Wir müssen aufpassen, dass die Spaziergänger unsere Stellen nicht entdecken“, sagt Drews, der zur Not eine falsche Fährte legt, ehe er sich seinen Geheimplätzen nähert. Gerade für Steinpilze seien vor allem Moosgegenden günstig. „Wir haben auch schon ganz viele Reherl gefunden“, lässt der gelernte Bäcker und Konditor wissen. Auch diese Speisepilze mit ihrem dotter- bis goldgelben, trichterförmigen Hut fühlten sich auf moosigem Untergrund wohl. „Reherl haben es gern sandig und weich.“

Von ihrer Ausbeute lässt das Martinsrieder Ehepaar auch Freunde und Verwandte profitieren. „Manche warten ja schon drauf!“ Ein Teil wird eingefroren, um in den nächsten Monaten Schwammerlgerichte mit Rahmsoßen, Hackfleischbällchen oder Schweinefilet zu zaubern, und der Rest wird getrocknet. Doch damit halten sich die beiden Naturfreunde heuer etwas zurück. „Voriges Jahr haben wir Schwammerl getrocknet und sie in einen Leinbeutel gefüllt“, erzählt Drews. Das Ärgernis folgte bald: „Plötzlich sind lauter Motten und Würmer rausgekrabbelt!“ Stocksauer warf er den ganzen Beutel in den Müll.

Während sich die Schwammerlsucher momentan hauptsächlich auf Steinpilze und Reherl beschränken müssen, lassen sich schon die ersten Maronen, Parasolpilze und Krause Glucken blicken. „Wenn wir Glück haben, geht die Saison bis Oktober“, sagt Drews. Bedenken, aus Versehen ein giftiges Exemplar zu verspreisen, hat der erfahrene Sammler nicht. „Was wir nicht kennen, lassen wir stehen.“

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