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Ein weites Feld: Auf der großen Wiese am westlichen Ortseingang von Neuried könnte ein Altenpflegeheim mit betreutem Wohnen entstehen.

Wiese am westlichen Ortsrand

Pläne für ein Altenpflegeheim in Neuried

Neuried soll ein Altenpflegeheim mit rund 100 Plätzen und ein Betreutes Wohnen bekommen. Entstehen soll das Zentrum auf der Wiese direkt am Ortseingang in einem Rechteck zwischen Friedhof, Staatsstraße, Mangfallstraße und Lindenallee.

NeuriedStädteplaner Kurt Brey stellte dem Bauausschuss in Kooperation mit dem Büro Plan + Idee Projektentwicklung am Dienstag einen Entwurf vor. Das zu überbauende Grundstück ist der nördliche Teil des Bebauungsplans 25 „Lindenallee“, der 1999 beschlossen wurde. Im südlichen Teil des Bebauungsplans befindet sich ein Wohngebiet entlang der Lindenallee. Da das zu erschließende Gebiet im Flächennutzungsplan als „Flächen für Landwirtschaft“ festgesetzt ist, müsste zunächst eine Umwidmung in ein allgemeines Wohngebiet stattfinden, so Brey. Die Fläche weise eine Größe von 11 000 m2 auf, wobei der größere Teil im Eigentum einer Privatperson steht. Lediglich 600 m2 gehören der Gemeinde. Nach Absprache mit dem Grundeigentümer und der Gemeinde entwickelte Plan + Idee diesen Entwurf einer Einrichtung für altersgerechtes und betreutes Wohnen mit zwei möglichen Gebäuden, Parkplätzen und eventuell einer Tiefgarage.

Damit würde es in Neuried ein Angebot für ältere Bürger geben, das es bisher so nicht gab. Städteplaner Brey: „Man kann laut demografischer Entwicklung in den nächsten Jahren von einer erhöhten Nachfrage an Betreuungswohnformen hier im Ort ausgehen.“ Ein jetzt notwendiger Aufstellungsbeschluss des Gemeinderates zeige lediglich erst, dass die Gemeinde hier Baurecht schaffen wolle, so Brey. Dieser Planungsrahmen bilde momentan nur eine Art Richtschnur für einen späteren Investor und einen Betreiber.

Trotz des frühen Planungsstadiums sprach der Städteplaner mögliche Erschließungswege an. Die eine Variante sehe eine Zufahrt über die Lindenallee entlang der Ostseite des Friedhofs vor. Die andere könnte direkt von der Planegger Straße aus über eine Abbiegespur in das Gelände münden. Hier müsste allerdings ein Grundstücksstreifen einbezogen werden, der zur Nachbargemeinde Planegg gehört.

Auch die Lärmbelastung von der Staatsstraße aus werde sicherlich bei der konkreten Planung Thema werden, sagte Brey. Er nannte hier – neben lang gestreckten Baukörpern und geeigneten Schallschutzmaßnahmen – die Möglichkeit, das Neurieder Ortsschild um 250 Meter nach Westen zu versetzen. Damit könne durch eine Verringerung der Höchstgeschwindigkeit von 70 auf 50 km/h auch die Schallbelastung reduziert werden.

Die Mitglieder des Bauausschusses begrüßten durch die Bank dieses Großprojekt. „Wirklich ein notwendiger Bau für Neuried“, äußerte sich etwa Gemeinderätin Birgit Zipfel (Grüne). Mit einer einstimmigen Empfehlung an den Gemeinderat befürwortete der Bauausschuss einen entsprechenden Aufstellungsbeschluss.

Carolin Högel

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