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Volles Programm: die Würmtaler Delegation vor dem Sächsischen Haus in Bärenstein.

25 Jahre Partnerschaft Planegg – Bärenstein

Auf ein Wiedersehen im kommenden Jahr

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Aus einer Zweier- ist eine Dreierbeziehung geworden. Die Feierlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen der Partnerschaft zwischen Planegg und Bärenstein fanden jetzt zu großen Teilen im tschechischen Weipert (Vejpert) statt.

Planegg– „Verbindungen zu Weipert direkt in diesem Maße gab es bisher noch nicht“, sagt Erwin Holzapfel, ehemaliger Kämmerer und Geschäftsführender Beamter der Gemeinde Planegg und mit seiner Frau Traudl von Beginn an in der Gemeindepartnerschaft engagiert. „Sehr schön“, so Traudl Holzapfel, sei der Besuch im Erzgebirge gewesen. „Volles Programm und fast zu wenig Zeit, um sich mit alten Freunden zu unterhalten.“

30 Würmtaler reisten am vergangenen Wochenende ins sächsische Bärenstein, mit dem die Gemeinde Planegg seit Mai 1992 ein Freundschaftsabkommen verbindet. Im tschechischen Teil des Erzgebirges, direkt benachbart zu Bärenstein, liegt Weipert. Seit 2013 besitzen die beiden Kommunen eine gemeinsame, länderübergreifende Ortsmitte. Der Festabend fand im Kultursaal Weipert statt. Während sich Planeggs Bürgermeister Heinrich Hofmann und sein Bärensteiner Kollege Bernd Schlegel der Partnerschaft ihrer Gemeinden widmeten, hob Jitka Gavdunová, Bürgermeisterin von Weipert, den europäischen Gedanken hervor. Eine tschechische Band spielte zum Tanz auf. Die Gemeinde Planegg steuerte ein Konzert der bekannten Harfenistin Nora Sandner bei, die aus einer alteingesessenen Planegger Musikerfamilie stammt. Sandner, inzwischen in der Schweiz ansässig, hatte sofort zugesagt und die über 600 Kilometer weiter Reise ins Erzgebirge auf sich genommen, um im Kultursaal aufzutreten. Der Abend verlief zweisprachig, mal wurde ins Deutsche, dann ins Tschechische übersetzt. Das hielt Reinbold Scharf und Klaus Waldbart als Vertreter der Planegger Feuerwehr nicht davon ab, mithilfe von Dolmetschern Kontakte zu den tschechischen Kollegen zu knüpfen. Die Planegger Wehr pflegt bereits seit Jahren einen intensiven Austausch mit den Bärensteiner Kollegen.

Besonders beeindruckt hatte Traudl Holzapfel der Samstagvormittag, als man im Sächsischen Haus in Bärenstein mit Vertretern der gemeinnützigen Organisation Antikomplex zusammentraf, die sich kritisch mit der Geschichte Tschechiens auseinandersetzt. Der Sonntag reichte nur noch, um ausführlich Abschied zu nehmen. Bis zum nächsten Wiedersehen soll nicht viel Zeit vergehen. Angedacht ist ein Gegenbesuch der Bärensteiner im kommenden Jahr. Erwin Holzapfel: „Selbstverständlich ist Weipert auch eingeladen.“

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