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Werden abgerissen: Die ehemalige Schmiedewerkstatt und die Wertstoffinsel müssen Geschosswohnungsbau weichen.

Hohe Förderung für Wohnungsbauprojekt der Gemeinde Planegg

670000 Euro vom Freistaat

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Planegg schafft kostengünstigen Wohnraum – und kassiert dafür üppige Fördermittel. Das kommunale Bauvorhaben in der Hofmarkstraße 3 ist mit 1,4 Millionen Euro veranschlagt. Mit 670000 Euro übernimmt der Freistaat fast die Hälfte.

Planegg– Die Gemeinde profitiert vom Kommunalen Wohnraumförderprogramm, das Gemeinden dabei unterstützt, selbst zu planen und zu bauen. 2019 läuft das auf vier Jahre ausgelegte und insgesamt 600 Millionen Euro schwere Programm aus. Planegg hat aufgrund seiner guten finanziellen Lage häufig das Nachsehen bei Fördermitteln, hier spielt der Wohlstand der Gemeinde jedoch keine Rolle. Gefördert werden maximal 30 Prozent der Gesamtkosten, allerdings fließt der Wert des Grundstücks mit ein in die Berechnung.

Um noch mit einem weiteren Projekt in den Genuss der Wohnraumförderung zu kommen, will man zügig auch auf einem gemeindeeigenen Grundstück an der Münchner Straße bauen. Beide Standorte wurden bei einer Bürgerbeteiligung im Herbst 2016 im Kupferhaus von den Besuchern favorisiert.

Auf der Fläche an der Hofmarkstraße befindet sich eine baufällige, ehemalige Schmiedewerkstatt, die als gemeindliches Lager genutzt wird. Vor dem Gebäude ist eine Wertstoffinsel installiert. Die Werkstatt wird abgerissen, die Container wandern auf den Parkplatz östlich der Bahnlinie. Geplant ist ein zweigeschossiges Mehrparteienhaus in Ziegelbauweise. Das Erdgeschoss wird komplett barrierefrei sein, die Wohnungen im Obergeschoss sind in sich barrierefrei geplant. Jedes Stockwerk enthält eine Dreizimmerwohnung mit 65,5 Quadratmeter sowie zwei Appartements à 33,5 Quadratmeter. Im Erdgeschoss gehört jeweils eine Südterrasse dazu, im ersten Stock ein kleiner Balkon. „Das Gebäude passt in die Einfamilienhaus-Umgebung“, sagte der beauftragte Architekt Klaus Molenaar. Auf einen Keller wurde bei der Planung verzichtet, weil sonst der direkt westlich angrenzende Hang abgestützt werden müsste. Ohne Untergeschoss reicht es, die vorhandene Stützwand im Hang zu ertüchtigen. Zwischen Gebäude und Hang werden Kellerersatzräume untergebracht. Drei Stellplätze sind geplant, pro Wohneinheit ein halber. Aufgrund der unmittelbaren Nähe zum S-Bahnhof und der Einkommensverhältnisse der künftigen Bewohner habe auch die Regierung von Oberbayern als Fördermittelbewilliger zu diesem reduzierten Stellplatzschlüssel geraten, so das Bauamt.

Noch im Februar will der Architekt die Genehmigungsplanung einreichen. Im März soll die Ausschreibung starten. Im August will man mit dem Bau beginnen. Frühestens im Spätsommer 2019 sollen die Wohnungen bezugsfertig sein. Bauherr ist die Gemeinde, die Planung und Bauabwicklung übernimmt die Bauservice GmbH, eine Tochtergesellschaft der Baugesellschaft München-Land. Durch dieses Konstrukt wird die Gemeindeverwaltung entlastet. Die Bauservice GmbH berechnet als Honorar zehn Prozent der Gesamtkosten. Diese Summe ist in den 1,4 Millionen Euro bereits enthalten, ebenso der Bau einer Solaranlage auf dem Dach.

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